Lokalnachrichten in Bayreuth: 20.000 Euro für die Lebensrettung

BAYREUTH. Immer weniger Kinder können schwimmen. Bereits seit mehreren Jahren wird ein Anstieg der Nichtschwimmerinnenquote in Bayern und auch in der Stadt Bayreuth beobachtet. Schulen und Rettungsschwimmverbände schlagen Alarm. Verstärkt wird diese Tendenz nochmals durch die Auswirkungen der Pandemie.

Gabi Hemmer und Klaus Wührl-Struller, beide für die Fraktion der GRÜNEN und UNABHÄNGIGEN im Bayreuther Stadtrat, fordern nun in einem Antrag ein rasches und entschlossenes Gegensteuern der Stadt. Hemmer, die zugleich Schulleiterin an der Grundschule St. Georgen ist: „Ziel der Stadt muss es sein, dass jedes Kind am Ende der vierten Klasse schwimmen kann. Das ist mit vergleichsweise geringen Mitteln schon im Schuljahr 2021/2022 erreichbar.“


Dazu fordern die beiden Stadträt*innen die Einstellung von zwei Hilfskräften im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres. Diese beiden Kräfte sollen den Schwimmunterricht der Vereine, der Rettungsschwimmorganisationen und der Schulen wirksam unterstützen. Koordiniert werden kann der Einsatz durch die Stadt oder den Stadtsportverband.

Wührl-Struller: „Wir sprechen dabei über Kosten von ca. 20.000 Euro. Ein Klacks angesichts dessen, was der Stadt und dem Stadtrat ansonsten die Bedürfnisse der Sportstadt Bayreuth wert sind. Und hier geht es nicht nur um den Sport, sondern es geht im wahrsten Sinne des Wortes darum, Leben zu retten.“

Darum legen Hemmer und Wührl-Struller neben der Unterstützung des Schwimmenlernens auch besonderen Nachdruck auf eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit. „Es ist nicht damit getan, dass das Schwimmen erlernt wird, sondern Schwimmen muss nach dem Erlernen vor allem beständig geübt werden. Nur so können Kinder wirklich die erforderliche Sicherheit im Wasser ausbilden, die letztlich lebensrettend wirkt. Damit dieses Bewusstsein wirklich in den Köpfen der Kinder und vor allem der Eltern verankert wird, braucht es langfristig nachhaltige Aufklärung und Akzeptanz.“

red