Lokalnachrichten: Corona verlängert die Amtszeit

BAYREUTH. Jonas Woelk wurde beim Annual General Meeting von Round Table in Lingen im Emsland im Juni 2019 zum obersten deutschen Repräsentanten des weltweit engagierten Service Club Round Table gewählt.

Dank Corona verlängert sich nun die eigentlich begrenzte Amtszeit von Jonas Woelk um weitere 12 Monate. Das gab es in der Geschichte von Round Table Deutschland (RTD) erst drei Mal und zwar in den 1950er Jahren.
„Eine Wahl im Online-Verfahren hätte anfangs, bevor die Anpassungen und Erweiterungen des BGB vollzogen wurden, keine Rechtssicherheit gewährleisten können und eine angemessene und wertschätzende Veranstaltung wäre aufgrund des Versammlungsverbotes auch nicht möglich gewesen“, sagt Jonas Woelk im Gespräch mit der Sonntagszeitung. „Deshalb hat das Präsidium im ersten Schritt versucht, im Abstimmungsverfahren, Richtlinien zur Satzung zu schaffen, um eine virtuelle Mitgliederversammlung zu ermöglichen“. Jedoch durch die Änderung der Gesetze wäre es nun auch möglich gewesen, eine Hauptversammlung online durchzuführen, aber wir waren schneller als die Politik. Letztendlich haben wir uns – in Absprache mit dem Beirat – dazu entschieden, dass es für die Organisation und die betroffenen Personen am besten ist, dass die aktuellen Amtsträger weiterhin für die nächsten 12 Monate im Amt bleiben.

Dass sich die zweite Amtszeit von der ersten deutlich unterscheiden wird, ist dem alten und neuen Präsidenten klar. Repräsentationen auf nationaler und internationaler Ebene wird es bis auf Weiteres nicht geben. Und es war vor allem der Austausch mit Internationalen Clubs und die daraus gewonnenen Erfahrungen, die Jonas Woelk schätzen gelernt hat.

 

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Besonders das World Meeting 2019 in Rumänien mit mehr als 1.000 Tablern hat ihn beeindruckt. „Indem wir traditionelle Werte nicht nur leben, sondern gleichzeitig weiterdenken, schaffen wir eine einzigartige Mischung aus Gemeinschaft, Anpacken und Spaß – also genau das, was modernes Tabling ausmacht“, beschreibt der RTD-Präsident seine alten und neuen Ziele.
Kontakt halten die Tabler online, wie viele andere Organisationen derzeit auch. Dabei finden virtuelle Lesungen, Vorträge oder Reiseberichte statt. Sogar ein Quiz hat sich das Präsidium überlegt, um die Motivation der Mitglieder hoch zu halten und etwas Abwechslung in den teilweise trüben Corona-Alltag zu bringen. „Corona zum Trotz, ist unsere oberste Prämisse, den Kontakt zwischen den Mitgliedern aufrechtzuerhalten und auch in diesen schwierigen Zeiten neue dazu gewinnen“, sagt er. Es sei in normalen Zeiten schon schwer, Menschen zu finden, die sich ehrenamtlich und karitativ einbringen möchten.

Die Durchführung lokaler Spendenprojekte bezeichnet Jonas Woelk derzeitig als sehr schwierig. „Einnahmequellen, wie unser Weinstand bei St. Georgen swingt oder der Charity-Los-Stand am Bayreuther Bürgerfest, entfallen heuer. Aber wir müssen das Beste daraus machen und im Rahmen der Möglichkeiten aktiv werden, um unsere Serviceaktionen, wie den Weihnachtspäckchenkonvoi nach Osteuropa oder der Kauf von hochwertigen Edelstahlbechern, die wir in Kindergärten gegen abgenutzte Plastikbecher tauschen, weiterführen zu können. Wir müssen unsere Ressourcen zum Wohle der Organisation und Gesellschaft weiter optimal einsetzen.“

2019 wurde Round Table Deutschland, für seine erfolgreichen nationalen Serviceprojekte der vergangenen Jahre und der gelebten internationalen Freundschaft, als „Assoziation des Jahres“ ausgezeichnet. Zum dritten Mal konnte dieser Award nach Deutschland geholt werden.

gmu