Veröffentlicht am 10.02.2021 15:06

Lokalnachrichten Bayreuth: 30 Jahre Euronotruf 112

Lokalnachrichten Bayreuth: 30 Jahre Euronotruf 112 (Foto: red)
Lokalnachrichten Bayreuth: 30 Jahre Euronotruf 112 (Foto: red)
Lokalnachrichten Bayreuth: 30 Jahre Euronotruf 112 (Foto: red)
Lokalnachrichten Bayreuth: 30 Jahre Euronotruf 112 (Foto: red)
Lokalnachrichten Bayreuth: 30 Jahre Euronotruf 112 (Foto: red)

BAYREUTH.

Am 11.2. ist der europäische Tag des Notrufs 112. Seit dreißig Jahren erreicht man europaweit, ohne Vorwahl, mit der 112 Rettungsdienst und Feuerwehr.

Am Donnerstag, 11. Februar, wird europaweit der europäische Tag des Notrufs begangen. Drei Zahlen können im Notfall überlebenswichtig sein, um schnell Hilfe zu erhalten. Unter der sogenannten Eurorufnummer 112 sind ohne Vorwahl und europaweit Feuerwehr und Rettungsdienst zu erreichen. Vor zirka 30 Jahren (1991) hat man begonnen die 112 in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union zusätzlich zu den nationalen Notrufnummern einzuführen, um die Erreichbarkeit der Notdienste für Reisende zu erleichtern. Inzwischen nutzen nicht nur die Mitgliedstaaten der Europäischen Union die 112 als Notrufnummer, sondern 16 weitere nicht-EU-Staaten.

Seit 2009 wird jedes Jahr am 11. Februar der europäische Notruftag begangen, um die Bekanntheit der Notrufnummer in der Bevölkerung zu erhöhen. In Stadt und Landkreis Bayreuth und dem Landkreis Kulmbach laufen alle Anrufe unter der Notrufnummer 112 in der Integrierten Leitstelle (ILS) Bayreuth/Kulmbach auf. In diesem Nervenzentrum von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz werden alle Notrufe entgegengenommen. Mehr als 115-mal am Tag klingelt dort das Telefon mit einem Anruf auf der 112. Das sind rund 42.000 Anrufe im Jahr. Die Leitstellendisponenten dort beantworten aber nicht nur die Notrufe auf der 112, sondern koordinieren auch den Einsatz der Rettungskräfte und leiten - zum Beispiel bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand - den Anrufer bei den Maßnahmen der Wiederbelebung an. Sie sind die ersten die den Kontakt zur Notfallstelle haben und telefonisch Erste Hilfe leisten – ganz ohne Hand am Menschen und ohne Präsenz vor Ort.

„Die Leitstellen-Disponenten bleiben für die Öffentlichkeit unsichtbar, stellen aber die Weichen für das Funktionieren aller weiteren Hilfeleistungen. Sie sind Lebensretter im Verborgenen. Der Tag des Notrufs 112 ist daher auch ihr Tag – der Tag der Leitstellen-Disponenten“, so der Leitstellenleiter der Integrierten Leitstelle Bayreuth/Kulmbach Christopher Häfner.

Trotz der in der Gesprächsführung geschulten Leitstellen-Disponenten, kann sich jeder auf das Absetzen eines Notrufes vorbereiten. Kleine Hilfestellung leisten hierbei die fünf Ws:

  • Wo? – Geben Sie den Ort des Notfalles an (Adresse, Stockwerk, usw.)
  • Wer? – Nennen Sie Ihren Namen, Standort und Ihrer Telefonnummer
  • Was? – Beschreiben Sie knapp das Ereignis (Verkehrsunfall, Brand)
  • Wie Viele? – Schätzen Sie die Zahl der betroffenen Personen, ihre Lage und die Verletzungen
  • Warten! Legen Sie nicht gleich auf, sondern bleiben Sie am Telefon für Rückfragen der Mitarbeiter

Darüber hinaus ist es bei jedem Notfall von Vorteil, gute Kenntnis über die Maßnahmen der Ersten Hilfe zu besitzen. Mit dem sogenannten Online-Lebensretter112 bietet der BRK Kreisverband Bayreuth ein kostenloses Online-Seminar zur Auffrischung der Ersten Hilfe Kenntnisse an.

Das Online-Seminar Lebensretter112 findet sich auf der Homepage des BRK Kreisverbandes Bayreuth . Auch der BRK Kreisverband Kulmbach bietet ein Online-Lehrgangsangebot an.

Neben der Notrufnummer 112 gibt es ebenfalls weitere wichtige Nummern von Notdiensten:

Unter der Nummer 116117 erreicht man den Ärztlichen Bereitschaftsdienst. Dieser ist zuständig, wenn außerhalb der regulären Sprechstunden ärztliche Hilfe bei nicht lebensbedrohlichen gesundheitlichen Problemen benötigt wird. Der Ärztliche Bereitschaftsdienst ist bayernweit über die Rufnummer 116117 gebührenfrei und Vorwahlfrei erreichbar.

Den sogenannten Giftnotruf erreicht man unter der Rufnummer 089/19240 oder im

Internet.

Mit der Nummer 0921-19222 wird der Krankentransport, um die Beförderung von Personen, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes medizinsicher Betreuung bedürfen aber keine Notfallpatienten sind, erreicht. Hier werden KTWs (Krankentransportwagen) eingesetzt. Für die medizinisch-fachliche Betreuung während der Fahrt steht erfahrenes und qualifiziertes Rettungsdienstpersonal zur Verfügung.


Von Jessica Mohr
jm
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