Lokalnachrichten: Änderung nötig

BAYREUTH. Nach neuen Berichten über die Zusammensetzung der Klassen in der Luitpold-Grundschule einerseits im Haupthaus in der Innenstadt, andererseits im Schulhaus Birken ist die CSU in der Stadt Bayreuth der Auffassung, dass sich etwas ändern muss. Während im Haupthaus der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund bei über 50 Prozent liegt, liegt er im Schulhaus Birken bei rund fünf Prozent. Grundsätzlich sieht das Recht hier vor, dass Klassen mit einem Migrationsanteil von über 50 Prozent geteilt werden dürfen. Allerdings gilt das nicht für die Luitpold-Grundschule, da beide Häuser im selben Sprengel liegen und damit die Quoten zusammengerechnet werden müssen, was einen Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund von „nur“ 48 Prozent ergibt.

Diese Berechnungsgrundlage sieht die CSU kritisch. Die deutliche Mehrbelastung für Lehrer und Schüler im Haupthaus ist nach Auffassung der Kreisvorsitzenden eine nicht tragbarer Zustand. „Chancengleichheit beginnt mit der Bildung. Hier wird leider aufgrund bürokratischer Hürden und einer falschen Berechnungsgrundlage den Schülern und Lehrern die Arbeit erschwert.“, so die Kreisvorsitzende und Stadträtin Dr. Silke Launert, MdB.

„Es darf künftig nicht nur rein nach Zahlen entschieden, sondern es müssen auch die örtlichen Gegebenheiten berücksichtigt werden. Daher muss die Entscheidungskompetenz über die Teilung von Klassen auf die örtlichen Schulämter übertragen werden, um zusammen mit den betroffenen Schulen eine für alle Seiten sinnvolle Lösung treffen zu können. Nur so können wir auch Schülern mit Migrationshintergrund faire Rahmenbedingungen bieten.“

Die Bayreuther CSU wird sich dafür einsetzen, diese untragbare Situation in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium zu verbessern.

red