BAYREUTH.Die Brauer-Familie Maisel investiert rund 90 Millionen Euro in den neuen Brauereistandort in Oberobsang. Vom Spatenstich bis zum ersten Sud am 20. Oktober liegen nur rund eineinhalb Jahre. Für Firmenchef Jeff Maisel ist der Neubau ein klares Bekenntnis zum Standort Bayreuth. „Die bisherige Brauerei an der Hindenburgstraße war,
zu unserem Glück, an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen“, sagt er. Trotz rückläufigen Biermarkt habe sich die Familie bewusst für die Investition entschieden. Besonders das Bayreuther Hell und die alkoholfreie Variante sieht die Brauerei als Produkte mit Zukunft.
Beim Bau wurde Wert auf gute Architektur und die Einbindung des Geländes gelegt. Das rund 13.000 Quadratmeter große Gründach soll mit Wildblumen, Gräsern und Sträuchern bepflanzt werden. Auf dem gesamten Gelände sind zudem rund 140 Bäume vorgesehen. Auch technisch setzt das neue Bayreuther Brauhaus auf Nachhaltigkeit. Die Abwärme aus dem Brauprozess wird zurückgewonnen und für den Abfüllprozess genutzt. Ab November soll die Anlage schrittweise auf Volllast hochgefahren werden. Dann können nach Angaben von Geschäftsführer Braubetrieb Marc Goebel bis zu 40.000 Flaschen pro Stunde abgefüllt werden, damit komme man der Kundennachfrage entgegen. Mit dem Neubau steigt die Kapazität um rund 500.000 Hektoliter jährlich. Gebraut werden dort ausschließlich Bayreuther Biere – mit viel Liebe zum Detail.
Brauhaus-Herbstkerwa vom 09. bis 12. Oktober
Zur Eröffnung findet die Brauhaus-Herbstkerwa in der Rotmainhalle statt. Vier Tage lang stehen Bayreuther Urstoff aus dem Steinkrug, Bierzelt-Schmankerl und Livemusik auf dem Programm. Auftakt ist am Freitag mit dem Fassanstich durch die Bayerische Bierkönigin Katharina Kastenmüller und Musik der Rockzipfl. Am Samstag folgt der Tag der Betriebe, am Sonntag der Tag der Vereine. Beim Weißwurstfrühschoppen spielen die Original Fichtelgebirgsmusikanten, später folgen OIS EASY und weitere Bands. Der Montag steht mit Bluesnid und FRONTAL im Zeichen des Uni-Tags. Der Eintritt ist an allen vier Tagen frei.