Inzwischen sind es sieben Kandidaten

BAYREUTH. Auch Die Unabhängigen (DU) und das Junge Bayreuth (JB) werden einen Kandidaten zur Wahl des Oberbürgermeisters am 15. März stellen. Insgesamt sind es bis jetzt dann sieben Bewerber, die für den Chefsessel im Rathaus kandidieren. Eine bisher in Bayreuth nie dagewesene Ausgangslage.

Den Namen des Kandidaten wollte DU-Pressesprecher Gert-Dieter Meier noch nicht nennen – dass für seine Gruppierung ein Bewerber antreten wird, bestätigte er. Der Oberbürgermeisterposten ist der wichtigste Job in einer Stadt. Gibt es bei dieser Angebotsvielfalt im März einen Wechsel oder setzt sich Amtsinhaberin Brigitte Merk-Erbe durch?
„Zunächst stellen wir unsere Stadtratsliste, die für Überraschung sorgen wird, am 22. Oktober vor“, so Gert-Dieter Meier. Anfang November wird der OB-Kandidat präsentiert. „Wir räumen unserem Bewerber Chancen ein, die Wahl zu gewinnen, sonst würden wir nicht antreten“, sagt Meier.

 

 

„Minimalziel der DU bei der Kommunalwahl ist das Erreichen der Fraktionsstärke, das heißt drei Stadtratssitze, angepeilt sind jedoch fünf Mandate. Unsere Aufgabe im neu gewählten Stadtrat wird es sein, aktiv gegen die derzeitige Lagerbildung zu arbeiten. Die aktuelle Situation bringt die Stadt nicht voran“, so Gert-Dieter Meier.
Fraktionsstärke hat das Junge Bayreuth bereits erreicht. „6,9 Prozent der Stimmen bei der letzten Stadtratswahl vor sechs Jahren gilt es zu steigern, das ist unser Ziel“, so JB-Fraktionsvorsitzender Stefan Schuh, der selbst ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus geht. Prominente Namen seien auf der JB-Liste eher nicht zu finden, sagt er. „Wir bieten den Wählern junge Kandidaten mit frischen Ideen. Zu den Aufgaben eines künftigen Oberbürgermeisters zähle ich eine Modernisierung der Schulen, eine nachhaltige Finanzpolitik und das Schaffen einer digitalen, bürgerfreundlichen Stadtverwaltung“.

 

 

In jedem Fall wird die OB-Wahl angesichts der Vielzahl der Bewerber spannend und unberechenbar wie nie. Unter der Annahme, dass sich Amtsinhaberin Brigitte Merk-Erbe nicht im ersten Wahlgang mit der absoluten Mehrheit durchsetzt, kann rein rechnerisch bereits ein niedriges zweistelliges Prozentergebnis reichen, um in die Stichwahl einzuziehen.
Auch dürfte die Vielzahl der OB-Bewerber, die die Listen anführen und in der Regel als Stimmenmagneten fungieren, tendenziell die bislang kleineren Gruppierungen im Stadtrat stärken. Dieser Effekt tritt bei der Wahl 2020 erstmals auf, weil die OB- und die Stadtratswahl auf einen Termin gelegt wurden. gmu/rs