Heute ist Schulanfang in Bayreuth

BAYREUTH. Zu Beginn des neuen Schuljahres gilt es für die jungen ABC-Schützen eine sichere und eigenständige Mobilität zu entwickeln. Denn gerade für die Kleinsten kann der Schulweg auch Risiken bergen. Während 2017 noch ein Rück-gang zu verzeichnen war, ist die Zahl der Schulwegunfälle in Bayern im letzten Jahr wieder leicht angestiegen. So kam es 2018 zu 707 Verkehrsunfällen mit Schulkin-dern, was einem Anstieg um 3,7 Prozent entspricht.

Risikoreich ist vor allem das Überqueren der Fahrbahn an ungesicherten Stellen, z.B. zwischen parkenden Autos. Grundschüler können hier aufgrund ihrer geringen Körpergröße schnell übersehen werden. Hinzu kommt, dass gerade Erstklässler über ein eingeschränktes Sichtfeld verfügen und kritische Situationen häufig nicht erkennen können. Sie benötigen bis zu dreimal mehr Zeit als Erwachsene, um auf gefährliche Situationen im Verkehr angemessen zu reagieren.

Eltern sollten den Schulweg mit den Kindern mehrmals üben
Der ADAC Nordbayern empfiehlt deshalb unbedingt ein vorheriges Einüben des Schulwegs zusammen mit den Eltern. Insbesondere im ersten Schuljahr ist dies für eine sichere Teilnahme der Kinder am Straßenverkehr eine Grundvoraussetzung und sollte zu den üblichen Schulwegzeiten erfolgen. Meist fühlen sich Schulanfän-ger nach einigen Wochen ausreichend für den Weg gewappnet, eine zusätzliche Möglichkeit ist die Bildung von Gehgemeinschaften mit anderen Schülern. Darüber hinaus sind die von vielen Grundschulen angebotenen Schulwegpläne ein nützli-ches Hilfsmittel. In ihnen sind problematische Stellen und Überquerungsstellen markiert und oftmals konkrete Schulwegempfehlungen aufgeführt.

„Elterntaxi“ – Gut gemeint, aber risikoreich
Der gut gemeinte Bring- und Holservice von Eltern, die ihr Kind direkt vor die Schule fahren, birgt Risiken für alle Verkehrsteilnehmer. Durch regelwidriges Anhalten und riskante Wendemanöver der Eltern kann es schnell zu gefährlichen Situationen
9. September 2019

Quelle: ADAC Nordbayern e.V.