Gemeinsam werden wir Bürgermeister

PEGNITZ. In den letzten Monaten hat sich die CSU intensiv damit beschäftigt, einen qualifizierten Kandidaten/in für das Bürgermeisteramt zu gewinnen. Am vergangenen Montag trafen sich einige CSU-Freunde zusammen mit Werner Lappat. Als im Gespräch signalisiert wurde, dass das Rennen um das Bürgermeisteramt noch offen ist, erklärte Werner Lappat, dass er das Ziel gerne anstreben würde und formulierte es wie folgt: „Gemeinsam werden wir Bürgermeister! Ich will die Stadt voranbringen“.

Ab dann ging alles mit einer Dynamik, die man sonst nur auf einem Fußballfeld findet. Dann gab es ein Treffen mit dem CSU-Vorsitzenden. Am Mittwochabend wurde Lappat im gesamten CSU-Vorstand nach einer kompetenten und sympathischen Vorstellungs- und Fragerunde einstimmig als Bürgermeisterkandidat für die Nominierungsversammlung der Mitglieder der CSU Pegnitz, Trockau und Leups vorgeschlagen.

 

 

Der 1966 in Auerbach geborene Lappat wuchs in Neuhaus an der Pegnitz auf und zog Anfang 1988 nach Pegnitz. Er ist verheiratet, Vater von zwei Kindern (20 und 23) und seit 1999 wohnhaft in seinem Eigenheim in Troschenreuth. Nach Beendigung der Realschule in Pegnitz zog es ihn als Soldat für vier Jahre zur Bundeswehr. Aufgrund eines schweren Motorradunfalls und mehrmonatigem Aufenthalts in Krankenhäusern, machte er sein damaliges Computerhobby zum Beruf und absolvierte die Ausbildung an der Fachschule in Nürnberg zum Wirtschaftsinformatiker. Die erste IT-Berufserfahrung konnte er bei einem großen Nürnberger Unternehmen sammeln, wo er schnell ins Projektmanagement aufstieg.

Vor 26 Jahren gründete er seine eigene Beratungsfirma mit zwei damaligen Kollegen, die Firma wuchs und aus dem Start-up wurde ein erfolgreiches Mittelstandsunternehmen. Er,übergab seine Anteile einige Jahre später und wechselte in den damals für Väter noch sehr ungewöhnlichen Erziehungsurlaub. Der umtriebige Unternehmergeist gab nebenbei Unterricht in Betriebswirtschaft, Führung und Projektmanagement. Da die Zinsen für Bauherren damals noch sehr hoch waren und die Einnahmen überschaubar, wechselte er wieder ins Vollzeitberufsleben zu einer 500-köpfigen Beratungsfirma in München und war bis vor eineinhalb Jahren dort angestellt als Bereichsleiter. In den letzten 17 Jahren leitete er Projekte in der Versicherungswirtschaft, was ihm auch tiefe Einblicke in kommunale
Prozesse gab. Erfolg führt er vor allem auf Teamgeist, Qualifikation der Mitarbeiter und deren Engagement zurück, gepaart mit einer starken Führung und klaren Visionen. Aus den damals 500 Mitarbeitern wurden mittlerweile 8000. Lappats Verantwortung wuchs im Laufe der Jahre und er betreute mit seinen Mitarbeitern große Versicherungskunden im ganzen Bundesgebiet, was ihn in der gesamten Zeit zu einem Wochenendpendler nach Pegnitz machte. Teilweise mehrmals die Woche, da seine Kinder in Pegnitz aufgewachsen sind und innerhalb der Familie die Entscheidung getroffen wurde, die Familie nicht zugunsten der Arbeit zu entwurzeln. So verlor er nie den Bezug zu Pegnitz.

 

 

Als natur- und heimatverbundener Mensch, der mehrmals die Woche mit dem Flugzeug durch die Republik unterwegs war, traf er vor eineinhalb Jahren die Entscheidung, inne zu halten, die Lebensziele zu überdenken und sich mit seiner Ehefrau auf Studienreise durch Südamerika zu begeben und sich zuhause in Pegnitz stärker um die älter werdenden Schwiegereltern zu kümmern.
Auf die Frage, was ihm im Leben wichtig sei, antwortet der mittlerweile 52-jährige: „Wenn man sich und andere glücklich machen kann und selbstbestimmt in Freiheit und in einer
lebenswerten Umgebung sein darf“.

Lappat will in seiner Heimat Pegnitz „der Stadt im Grünen“ alt werden. Er ist bodenständig, pflegt Jugendfreundschaften und Hobbys wie Motorradfahren, Radeln und Waldarbeit. Er hält Pegnitz für sehr lebens- und liebenswert, sieht aber auch, dass noch Vieles bewegt werden kann. Es braucht frische Ideen, damit Familien, Jung und Alt eine überdurchschnittliche Versorgung und entsprechende Angebote erhalten. Als Bürgermeister will er Vereine, Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger und Regierungsentscheider stärker vernetzen und einbinden. Alles soll transparenter werden und er sieht keinen Grund, warum
man eine Stadt wie Pegnitz nicht wie ein erfolgreiches Mittelstandsunternehmen mit sozialen und nachhaltigen Werten in die Zukunft führen kann. Er freut sich, dass er zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist und sich diese einmalige Chance für ihn bietet.

red