Geburtstagskind Ivan Kolozvary krönt Tigers-Auftritt in Dresden

DRESDEN – Bester Laune erschien Petri Kujala, Trainer der Bayreuth Tigers, nach dem 4:2-Sieg bei den Dresden Eislöwen zur Pressekonferenz. Gewohnt kurz und präzise in der Analyse und doch deutlicher als von ihm gewohnt. “Wir haben aktuell das Selbstvertrauen, Spiele zu gewinnen”, machte er den Schlüssel zum Erfolg nach dem vierten Sieg in Folge in wenigen Worten deutlich.

Facebook

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Facebook.
Mehr erfahren

Beitrag laden

Wie wahr. Im vielleicht wichtigsten aller Saisonspiele ließen sich seine Mannen weder von der im Fanumfeld herrschenden Euphorie noch von der ebenso vorhandenen Nervosität anstecken. Ganz im Gegenteil. Mit fast schon beamtenmäßig stoischer Ruhe absolvierten die Wagnerstädter ihren Part in der Elbmetropole. Mit dem Selbstvertrauen des starken Heimauftritts vom Freitag im Gepäck agierten die Tigers verdammt cool. Zwischen den Pfosten absolvierte Goalie Timo Herden einmal mehr ein bärenstarkes erstes Drittel, Neuzugang Kurt Davis verlieh dem Defensivverbund erneut die nötige Qualität und sorgte einmal mehr für einen qualitativen Quantensprung im Spiel, nicht zuletzt bei einer doppelten Unterzahl, die man unbeschadet überstand. Offensiv? Lief es im ersten Abschnitt nach starkem Start und einigen guten Möglichkeiten noch nicht nach Wunsch. Was kein Problem war, da die Abwehrarbeit funktionierte. Als im Mitteldrittel Toptorjäger Juuso Rajala die erste Bayreuther Überzahl mit der Führung krönte, griff die Euphorie endgültig auf die gut 200 mitgereisten Anhänger über. Die Freude konnte auch der Ausgleich nicht trüben – bei dem der Tigers-Schlussmann ein einziges Mal in der Partie nicht gut aussah.

Järveläinen und Kolozvary als Sieggaranten

Drittel Nummer drei avancierte dann zu einer kleinen Machtdemonstration der Gelb-Schwarzen. Erst hatten die Tigers Pech, dass ein wohl regulärer Treffer von Markus Lillich nach Konsultierung des Videobeweises durch die zumindest unsicher wirkenden Referees nicht gegeben wurde, Sekunden später war es Ville Järveläinen, der nach Vorlage von Ivan Kolozvary einsandte. Apropos: Der quirlige Finne avancierte trotz einer Fußprellung aus dem Freitagsspiel zu einem der absoluten Aktivposten, traf nicht nur selber, sondern legte auch noch zwei Tore vor. Einer davon ging auf das Konto von Ivan Kolozvary. Das heutige Geburtstagskind präsentierte sich vor dem Tor effektiv wie in besten Tagen. Erst verwandelte er nach feinem Doppelpass mit Lillich zur Zwei-Tore-Führung, ehe er die Geschichte des Spiels vollendete. Ohne Torwart auf dem Eis verkürzten die Eislöwen. Doch Ivan Kolozvary wollte sich seine Geburtstagsparty nicht verderben lassen und stellte mit einem Empty-Net-Goal den Sieg sicher.

 

Dresden: Eisenhut, Vieregge–Hanusch,Zauner, Lavallée, Kramer, Heyter, Flade(4), Uplegger –Knackstedt,Rupprich, Mitchell(2), Jentsch, Ritter, Walther, Huard, Pielmeier, Pohl, Knobloch, Lamoureux (2)

Bayreuth: Herden, Jaeger –Veisert(2),Grosse(2), Schmidt(2), Davis, Karlsson, Mannes(2)–Rajala, Busch, Davidek, Neuert, Kolozvary, Järveläinen, Lillich, Zimmermann, Gron, Kunz

Tore: 0:1 (29.) Rajala (Järveläinen, Davis), 1:1 (37.) Pohl (Huard, Uplegger), 1:2 (53.) Järveläinen (Kolozvary), 1:3 (57.) Kolozvary (Lillich, Davidek), 2:3 (59.) Hanusch (Knackstedt, Mitchell)EA,2:4 (59.), Kolozvary (Järveläinen, Davis) EN

Strafzeiten: Dresden:8, Bayreuth: 8; Powerplay: Dresden: 0/4, Bayreuth:1/4

Zuschauer: 3875

Andi Bär