„Galerie der besonderen Art“ in Bayreuth eröffnet: Vier Kreative in drei Geschäften machen mit

BAYREUTH. In der Eysserhauspassage zwischen Markt und Kanalstraße stellen vier Initiativen in der Vorweihnachtszeit ihre Projekte und Produkte aus. Damit sollen Leerstände in der Weihnachtszeit kreativ genutzt werden.

Das gemeinsame Regionalmanagement von Stadt und Landkreis Bayreuth hat am Donnerstag (8. Dezember 2022) die kreative Zwischennutzung in der Eysserhauspassage in Bayreuth gestartet – und mit einer Vernissage standesgemäß eröffnet.

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Eysserhauspassage Bayreuth: Ausstellung im Leerstand

Leerstehende Ladengeschäfte kreativ nutzen und sich die Vorweihnachtszeit in Bayreuth zunutze machen – das ist das Ziel der „Galerie der besonderen Art“, wie es das Regionalmanagement von Stadt und Landkreis Bayreuth nennt. Für das Kreative in der Eysserhauspassage sind vier Initiativen zuständig: das forum 1.5, der Historische Verein für Oberfranken und der neu gegründete Förderverein Industriemuseum Bayreuth sowie die Künstlerinnen Christel Gollner und Elfi Hübner.

Die Ausstellung in der Eysserhauspassage ist ein Projekt der Leerstandsinitiative Stadt-Land-Raum der Region Bayreuth. Mögliche Nutzer sollen auf aktuelle Leerstände aufmerksam gemacht werden. damit diese perspektivisch wieder genutzt werden.




Hinter dem forum 1.5 steht ein Forschungsprojekt der Abteilung Stadt- und Regionalentwicklung unter Federführung von Prof. Manfred Miosga. „Wir setzen uns für eine klimagerechte Zukunft ein. Dafür wollen wir möglichst viele Akteure der Gesellschaft aus Bayreuth zusammenbringen und gemeinsam am Klimaschutz in Bayreuth und Oberfranken arbeiten“, erklärt Lena Roth vom forum 1.5. „Ein aktueller Leerstand in der Eysserhauspassage bietet uns die Möglichkeit, viele Leute in zentraler Lage auf unser Anliegen aufmerksam zu machen“, ergänzt Maria-Clara Loh.

Geschichte und Malerei in Bayreuth

Mit dem Historischen Verein für Oberfranken und dem vor gerade mal drei Wochen gegründeten Industriemuseum Bayreuth (IMB) tun sich zwei Geschichtsvereine zusammen, um wenige Ladengeschäfte weiter geschichtsinteressierte Menschen anzusprechen.

Silke Iler vom Historischen Verein Oberfranken und Architektin Ulrike Färber vom Industriemuseum Bayreuth. Foto: Lenkeit
Silke Iler vom Historischen Verein Oberfranken und Architektin Ulrike Färber vom Industriemuseum Bayreuth. Foto: Lenkeit

Die Malerinnen Christel Gollner und Elfi Hübner präsentieren in einem gemeinsam genutzten Geschäft Malereien, deren Schwerpunkt auf Aquarellen Bayreuther Motive liegt, wie Gollner erklärt. In allen drei Ladengeschäften informieren die Initiativen im Schaufenster über ihre Arbeiten. Zusätzlich haben sie in der Vorweihnachtszeit zu bestimmten Terminen geöffnet und sind persönlich vor Ort. Die genauen Öffnungszeiten werden im Laufe der kommenden Tage festgelegt.

Malerin Christel Gollner vor ihren Werken in der Bayreuther Eysserhauspassage. Foto: Lenkeit
Malerin Christel Gollner vor ihren Werken in der Bayreuther Eysserhauspassage. Foto: Lenkeit

Eysserhauspassage Bayreuth: Das ist ihre Geschichte

Die Eyssserhauspassage Bayreuth hat heute mit zahlreichen Leerständen zu kämpfen. Die ersten Mieter eröffneten im Dezember 1968 ihre Geschäfte in der damals völlig neuartigen und überdachten Ladenpassage. Der Name Eysserhauspassage geht zurück auf die Familie der einstigen Mitinhaberin Berta Rothenbücher, geb. Eysser. Ihre Familie gründete 1950 die Eysserhaus-Gesellschaft Rothenbücher & Co., um das kriegszerstörte Anwesen in der Maximilianstraße 26 neu zu bebauen und das Anwesen in der Kanalstraße 5 in Eigenregie gewerblich zu nutzen. Die Idee zur verbindenden Ladenpassage mit 22 Geschäften war geboren.

jle