Fulminantes Mitteldrittel bringt drei Punkte

BAYREUTH – Dank eines fulminant geführten Mitteldrittels haben die Bayreuth Tigers die Lausitzer Füchse 6:3 (0:1, 5:1, 1:1)  niedergerungen und damit das vielleicht stärkste Wochenende der diesjährigen Saison gekrönt.

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Das erste Drittel ist dabei schnell erzählt: Gegen kompakt auftretende Sachsen kamen die Tigers trotz einer über weiter Strecken hochkonzentrierten Vorstellung kaum entscheidend in die Box, kassierten einen Gegentreffer und ließen sich dadurch etwas aus dem Konzept bringen. Als nach knapp fünf Minuten des Mitteldrittels Darcy Murphy für die Lausitzer Füchse traf und eine zu diesem Zeitpunkt leblos wirkende Bayreuther Mannschaft scheinbar auf die Verliererstraße brachte, ging ein Ruck durch die Tigers-Köpfe. Und was für einer. Vier Minuten lang glich das, was die Kujala-Truppe mit Weißwasser anstellte, einem wahren Eishockey-Massaker. Goalie Niklas Zoschke, der Stammkeeper Carruth zwischen den Pfosten ersetzte, musste quasi im Minutentakt hinter sich greifen. Rajala, Gron im vier-gegen-vier, Karlsson mit einem herrlichen Schlagschuss und Schmidt trafen für die Hausherren und sorgten für komplette Desillusion bei den Gästen aus der Lausitz. Den Schlusspunkt setzte Ville Järveläinen, der mit dem 5:2 die scheinbare Vorentscheidung besorgte.

Busch macht mit feiner Einzelleistung den Deckel drauf

Die nach ihrem 1:0-Sieg über Kassel am Freitag mit immensem Selbstvertrauen ausgestatteten Füchse ließen sich aber auch davon nicht ins Bockshorn jagen. Im Gegenteil: Sie kämpften sich zurück in die Partie, als Robert Farmer nach nur 14 Sekunden den finalen Drittels mit einem herrlichen Huf in die Gambel traf, war alles wieder offen. Doch die Tigers fighteten eindrucksvoll, ließen den Anschlußtreffer nicht zu. Letztlich war es Sebastian Busch, der mit einer schönen Einzelleistung – er lauschte bei leerem Tor einen Pass ab – die endgültige Entscheidung markierte und die ab dem zweiten Drittel glückseeligen Anhänger feiern ließ.

Bayreuth: Herden, Jaeger –Martens (2), Veisert, Heider, Grosse, Schmidt, Karlsson, Mannes, Nijenhuis –Rajala, Busch, Neuert, Kolozvary, Järveläinen, Bartosch (2), Lillich, Zimmermann, Melanson (2), Gron, K.Kunz +2

Weißwasser: Zoschke, Steffen –Keussen, Kania, Pozivil (4), Monteith, Granz, Karrer –Boiarchinov, Schwamberger, Murphy (2), Nogard (2), Farmer,Kuschel, Rentsch, George (4), Breitkreuz, Strodel, Hammond

Tore: 0:1 (18) Hammond (Breitkreuz, Pozivil); 0:2 (25) Murphy (Farmer, Kuschel), 1:2 (26) Rajala (Grosse, Gron); 2:2 (27) 4-4 Gron (Heider); 3:2 (28) Karlsson (Kolozvary, Bartosch); 4:2 (29) Schmidt (Melanson, Heider); 5:2 (37) 5-4 Järveläinen (Bartosch, Kolozvary); 5:3 (41) Farmer (Kuschel, Keussen); 6:3 (58) 5-6 Busch

Zuschauer: 2.017 Strafen: BT: 8 Min, Lausitzer Füchse: 12; Powerplay: BT: 1/6, LF: 0/4

Andi Bär