Fulminante Tigers gewinnen 3:0

BAYREUTH – Was für ein Ausrufezeichen! Nach der bitteren Niederlage in Landshut haben die Bayreuth Tigers eine entsprechende Reaktion gezeigt und das Überraschungsteam der Saison, den EHC Freiburg, dank eines offensiv überragenden zweiten Drittels und einer höchst disziplinierten Vorstellung über eine ganze Stunde hochverdient mit 3:0 (0:0, 3:0, 0:0) auf den langen Heimweg geschickt.

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Individuelle Patzer bleiben aus

Schon im ersten Drittel, dem schwächsten aller drei, präsentierte sich die Kujala-Truppe im Defensivverbund äußerst diszpliniert, ließ Freiburg die Scheibe nur selten in den Slot spielen – den Rest besorgte ein überragender Timo Herden im Tigers-Kasten, der die (noch) wenigen Schüsse humorlos und teils furios parierte. Das Mitteldrittel ließ die nur noch knapp 1500 Zuschauer dann allerdings in höchste Verzückung kommen. 20 gegenüber nur sechs Schüssen der Breisgauer verzeichneten die Hausherren – und dominierten den Abschnitt nahezu nach Belieben. Im Angriff brillierten die Tigers noch dazu. So durfte Tomas Schmidt zwei mustergültige Angriffe einleiten, die Martin Heider (nach Pfostenschuss von Bartosch im Slot lauernd) und Vornamensvetter Davidek (im Powerplay) eiskalt abschlossen, zwischendurch krönte Michal Bartosch den schönsten Spielzug nach bockstarker Vorlage von Busch mit dem zweiten Treffer.

Diszipliniert bis zum Ende

Die ansonsten fast schon obligatorischen Wackler im Defensivverbund blieben auch im Schlussdurchgang aus. “Wir haben das sehr diszipliniert gespielt”, lobte Petri Kujala seine Truppe nach der bislang wohl stärksten Saisonleistung, die ein vielversprechender Auftakt in die zweite Saisonhälfte war. Zwar kamen die Freiburger weitaus besser in die Partie, doch stand die Abwehr zum einen sehr sicher und agierte in den Zweikämpfen extrem stark und präsentierte sich Timo Herden in absoluter Galaform und verdiente sich seinen Shut-Out redlich. Der Abstand auf den vorletzten Platz schrumpfte vor dem Rückspiel bei den Breisgauern am Sonntag damit auf “nur” noch sechs Zähler, da der EV Landshut nach 13 (!) Penaltyrunden in Heilbronn mit 3:4 verlor.

Bayreuth: Herden, Jaeger –Martens (2), Heider, Grosse, Schmidt, Mannes, Karlsson–Rajala, Busch (2), Davidek (2), Kolozvary, Järveläinen, Bartosch, Lillich, Zimmermann, Melanson, Gron, Kunz, Kolb

Freiburg: Meisner, Benzing –Spornberger, Pageau, Rießle, Neher, Pruden (2), Brückmann, Kurz (4) –Betzold, Linsenmaier (2), Saakyan, Neuert, Ustorf, Spiro, Kunz, Herm, Wittfoth, Billich, Pither, Allen (2)Tore:1:0 (28) 4-4 Heider (Bartosch, Schmidt); 2:0 (30) Bartosch (Busch, Lillich); 3:0 (34) 5-4 Davidek (Rajala, Schmidt)

Zuschauer: 1.457

Strafen: BT: 6, F: 10; Powerplay: BT: 1/5, F: 0/3

Andi Bär