Veröffentlicht am 07.10.2026 14:17

Für Galeria in Bayreuth geht es wieder um die Zukunft

Drei Namen, ein Kaufhaus: Bei seiner Eröffnung hieß das Warenhaus in der Bayreuther Innenstadt Hertie, später Karstadt und heute Galeria. Der aktuelle Schriftzug über dem Eingang erinnert daran, dass sich der Name mehrfach geändert hat – die Bedeutung des Hauses für die Innenstadt ist geblieben. (Foto: gmu)
Drei Namen, ein Kaufhaus: Bei seiner Eröffnung hieß das Warenhaus in der Bayreuther Innenstadt Hertie, später Karstadt und heute Galeria. Der aktuelle Schriftzug über dem Eingang erinnert daran, dass sich der Name mehrfach geändert hat – die Bedeutung des Hauses für die Innenstadt ist geblieben. (Foto: gmu)
Drei Namen, ein Kaufhaus: Bei seiner Eröffnung hieß das Warenhaus in der Bayreuther Innenstadt Hertie, später Karstadt und heute Galeria. Der aktuelle Schriftzug über dem Eingang erinnert daran, dass sich der Name mehrfach geändert hat – die Bedeutung des Hauses für die Innenstadt ist geblieben. (Foto: gmu)
Drei Namen, ein Kaufhaus: Bei seiner Eröffnung hieß das Warenhaus in der Bayreuther Innenstadt Hertie, später Karstadt und heute Galeria. Der aktuelle Schriftzug über dem Eingang erinnert daran, dass sich der Name mehrfach geändert hat – die Bedeutung des Hauses für die Innenstadt ist geblieben. (Foto: gmu)
Drei Namen, ein Kaufhaus: Bei seiner Eröffnung hieß das Warenhaus in der Bayreuther Innenstadt Hertie, später Karstadt und heute Galeria. Der aktuelle Schriftzug über dem Eingang erinnert daran, dass sich der Name mehrfach geändert hat – die Bedeutung des Hauses für die Innenstadt ist geblieben. (Foto: gmu)

BAYREUTH. Mitten in der Bayreuther Fußgängerzone läuft der Verkauf bei Galeria weiter. Hinter den Kulissen dürfte die entscheidende Frage allerdings längst gestellt werden: Wie wirtschaftlich ist der Standort und bleibt das Haus geöffnet?

Bei der Neuordnung des Konzerns werden nicht allein Mietverträge und Verkaufsflächen eine Rolle spielen. Mitentscheidend ist Profitabilität – und damit zwangsläufig auch der Umsatz, den ein Haus erwirtschaftet. Galeria selbst hatte erst im vergangenem September bei Gesprächen betont, dass die Wirtschaftlichkeit der gefährdeten bayerischen Standorte, Grundvoraussetzung für deren Zukunft sei.

Bayreuth hat Argumente
Dass Bayreuth bereits vor der aktuellen Insolvenz zu den überprüften Standorten gehörte, ist bekannt. Dabei ging es insbesondere um die Größe der Verkaufsfläche und wirtschaftlich tragfähige Konditionen. Es geht darum Voraussetzungen zu schaffen, dass das Haus langfristig Teil des Filialnetzes bleibt.

Seit mehr als 60 Jahren gehört das Warenhaus zur Maxstraße. Ein 2025 veröffentlichtes Standortprofil des Bayerischen Wirtschaftsministeriums bewertet den inneren Zuschnitt als funktional und eine Umnutzung mit überschaubarem Aufwand als möglich. Im Objekt befinden sich bereits weitere Nutzungen, darunter ein Lebensmittelmarkt.

Auf Nachfrage dieser Redaktion äußerte ein Sprecher: „GALERIA hat heute beim zuständigen Amtsgericht Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der Antrag schafft den rechtlichen Rahmen, um die aktuelle Situation zu ordnen, das Unternehmen zu stabilisieren und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Zukunft von GALERIA zu schaffen.“

Inzwischen hat das Amtsgericht Düsseldorf das vorläufige Insolvenzverfahren angeordnet. Die 83 Warenhäuser bleiben zunächst geöffnet. Welche Standorte später möglicherweise schließen müssen, ist offen.

Für Bayreuth ist das eine Unsicherheit – aber noch lange kein Aus. Im Gegenteil: Der Standort hat frühere Krisen überstanden und Galeria hatte noch vor wenigen Monaten eine langfristige Perspektive ausdrücklich in Aussicht gestellt.

Zahlen bleiben wichtig. Ein oft bemühter Appell erhält plötzlich ganz konkrete Bedeutung: Wer Galeria in Bayreuth behalten will, kann dazu beitragen – indem er dort einkauft. Ein voller Laden und gute Umsätze sind im anstehenden Insolvenzverfahren wahrscheinlich ein überzeugendes Argument.


Von Gabriele Munzert
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