Ex-Dresdener Rajala sorgt für Jubel bei den Tigers

BAYREUTH. Acht Spiele hat es gedauert, jetzt durften die Bayreuth Tigers wieder jubeln: Der 4:3-Sieg nach Overtime gegen die von Ex-SVB-Trainer Ricco Rossi trainierten Dresdener Eislöwen sorgt für gute Laune im Tigerkäfig und zeigte auch, dass die Moral in der Mannschaft offensichtlich passt. Schließlich drehte die Kujala-Sechs einen Zwei-Tore-Rückstand im Schlussdrittel und verdiente sich den Sieg redlich.

Martens mit dem Schlagschuss

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Dabei begann es wie so oft zuletzt. Es spielte nur ein Team, das der Tigers, der Gegner ging aber in Führung. Tim Herden, der zwischen die Pfosten rückte, musste gegen Dave Mitchell nach nur fünfeinhalb Minuten hinter sich greifen. Der Jubel der Sachsen hielt allerdings nicht lange an und Henry Martens ließ den Applaus aus der Gästekurve in die Ostkurve schwappen, als er nach einem gewonnen Bully im Angriffsdrittel von der blauen Linie humorlos abnahm und den Puck sehenswert ins lange Kreuzeck jagte.

Dresden mit dem Doppelpack, Bayreuth tut es ihnen gleich

Bange Blicke schließlich im Mitteldrittel. Vor der Pause verpassten es die Tigers, die mögliche Führung herauszuschießen, begleitet von Standing Ovations zogen sie in gleicher Mannschaftsstärke ein über einminütiges Powerplay auf (19.), in dem das Spielgerät mehrfach schon versenkt zu sein schien – doch die Dresdner paktierten mit Glücksgöttin Fortuna. Und belohnten sich dafür in Durchgang zwei. Rene Kramer und Steve Hanusch trafen für die Eislöwen – der Gast war auf der Siegerstraße. “Da waren wir nicht dabei”, haderte Tigers-Headcoach Petri Kujala. Die Dresdener hatten die Rechnung aber ohne den Wirt gemacht. Die Tigers schlugen mit veränderten Reihen im Schlussdrittel eiskalt zurück. Ivan Kolozvary verkürzte, Juuso Rajala schoss seine Farben in die Overtime. Und dort durften die Tigers 58 Sekunden vor einem möglichen Penaltyschießen jubeln. Erneut war es ausgerechnet der ehemalige Dresdener Rajala, der eine skandinavische Kombination über Ville Järvelainen und Simon Karlsson verwandelte.

Andi Bär