Es wird eng in der Champions League

Bayreuth. Nach der Niederlage am vergangenen Mittwoch gegen Bologna steht medi bayreuth mit vier Siegen und sieben Niederlagen auf dem vorletzten Platz der Gruppe D. Unter die ersten Vier zu kommen und damit in der Champions League eine Runde weiter zu ziehen wird also immens schwer. Und es wird wohl nur mit drei Siegen in Folge funktionieren – nicht einmal dann ist es sicher.

Die vergangene Spielzeit hat bereits gezeigt, wie kompliziert die Rechnung in diesem Wettbewerb sein kann, denn alleine für den letzten Spieltag gab es für die Oberfranken etliche Optionen, wann sie weiterkommen und wann nicht. Drei Spieltage vor Schluss ist das Rechnen natürlich noch einmal etwas schwerer, da auch die anderen Teams vor medi noch gegeneinander spielen. Fakt ist: Spitzenreiter Bologna ist für die Korner-Schützlinge außer Reichweite. Gegen Patras wurde das direkte Duell verloren, Promitheas könnte nur noch eingeholt werden, wenn am Ende mehrere Teams punktgleich sind und es zu einem komplizierten Direktvergleich mehrerer Mannschaften kommt – dazu müssten die Griechen allerdings alle drei Begegnungen verlieren.

Besiktas, Strasbourg und Oostende weisen aktuell mit sechs Siegen und fünf Niederlagen dieselbe Bilanz auf. Klaipeda folgt dahinter mit fünf Erfolgen und sechs Niederlagen. Die Bayreuther müssen also ihre drei Spiele gewinnen, um auch das direkte Duell gegen Oostende und Klaipeda für sich zu entscheiden. Gewinnen allerdings zwei der Teams, die aktuell sechs Siege haben, noch zwei Partien, hat medi keine Chance mehr auf das Weiterkommen.

Komplexer Gesamtvergleich könnte zum Tragen kommen

Sollten drei Siege rausspringen und medi den Direktvergleich mit den Belgiern und Litauern gewinnen, dann ist die Play-off-Teilnahme dennoch nicht sicher. Mit einer Bilanz von am Ende 7-7 könnte es zu einer Konstellation kommen, in der mehrere Teams dieselbe Anzahl von Siegen und Niederlagen aufzuweisen haben. Es könnte am Ende sogar sein, dass alle Teams von Platz zwei bis sieben gleichauf sind. Es würde somit zu einem komplexen Gesamtvergleich kommen, der aktuell noch nicht auszurechnen ist.

Fünfter und Sechster spielen Europe Cup

»Ich spare mir das Nachrechnen, wir werden einfach schauen, dass wir das nächste Spiel gewinnen. Das haben wir selbst in der Hand und können es beeinflussen. Sollte es für Platz vier nicht reichen, haben wir immer noch ein Sekundärziel, in den FIBA Europe Cup hineinzurutschen und dort unser internationales Abenteuer fortzusetzen. Ich glaube auch, dass den Spielern viel daran liegt, zweimal in der Woche zu spielen und nicht sechs Tage zu trainieren, das ist Anreiz genug», betont Coach Raoul Korner und ergänzt: »Das unsere Gruppe eine Hammergruppe ist, ist kein Geheimnis. Wenn du dann die Ausfälle hast, die wir haben, bekommst du Probleme. Wir sind im Moment da, wo wir sind, das überrascht mich nicht.» Der Fünfte und Sechste der Tabelle spielen das Achtelfinale des FIBA Europe Cups.

ms