Veröffentlicht am 06.10.2026 11:54

Energiezentrale des Klärwerks steht kurz vor der Fertigstellung

Lothar Ziegler (li.), der Leiter des Klärwerks, erläutert mit Projektleiter Volker Stolbinger (re.) sowie dem örtlichen Bauleiter Frank Pfändner (2. v. re., beide Tiefbauamt) Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel die Technik der neuen Energiezentrale, deren Testbetrieb bereits seit einigen Monaten erfolgreich läuft.  (Foto: Stadt Bayreuth )
Lothar Ziegler (li.), der Leiter des Klärwerks, erläutert mit Projektleiter Volker Stolbinger (re.) sowie dem örtlichen Bauleiter Frank Pfändner (2. v. re., beide Tiefbauamt) Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel die Technik der neuen Energiezentrale, deren Testbetrieb bereits seit einigen Monaten erfolgreich läuft. (Foto: Stadt Bayreuth )
Lothar Ziegler (li.), der Leiter des Klärwerks, erläutert mit Projektleiter Volker Stolbinger (re.) sowie dem örtlichen Bauleiter Frank Pfändner (2. v. re., beide Tiefbauamt) Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel die Technik der neuen Energiezentrale, deren Testbetrieb bereits seit einigen Monaten erfolgreich läuft. (Foto: Stadt Bayreuth )
Lothar Ziegler (li.), der Leiter des Klärwerks, erläutert mit Projektleiter Volker Stolbinger (re.) sowie dem örtlichen Bauleiter Frank Pfändner (2. v. re., beide Tiefbauamt) Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel die Technik der neuen Energiezentrale, deren Testbetrieb bereits seit einigen Monaten erfolgreich läuft. (Foto: Stadt Bayreuth )
Lothar Ziegler (li.), der Leiter des Klärwerks, erläutert mit Projektleiter Volker Stolbinger (re.) sowie dem örtlichen Bauleiter Frank Pfändner (2. v. re., beide Tiefbauamt) Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel die Technik der neuen Energiezentrale, deren Testbetrieb bereits seit einigen Monaten erfolgreich läuft. (Foto: Stadt Bayreuth )

Die Modernisierung des städtischen Klärwerks kommt voran. Die Arbeiten an der neuen Energiezentrale stehen kurz vor dem Abschluss. Seit Februar läuft die Anlage im Probebetrieb. Die drei Blockheizkraftwerke erzeugen bereits zuverlässig Strom.

Die Energiezentrale gehört zum ersten Bauabschnitt der Sanierung. Zu diesem Paket zählen außerdem das neue Sozialgebäude, zwei Niederdruckgasbehälter und ein Gebäude für die Faulgasreinigung. Die Energiezentrale soll bis Ende des Jahres fertig sein. Die Kosten für den gesamten Bauabschnitt liegen bei gut 38 Millionen Euro.

Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel zeigte sich bei einem Rundgang besonders von der neuen Technik beeindruckt. Ein wichtiger Vorteil: Das Klärwerk kann sich künftig vollständig selbst mit Energie versorgen. Darüber hinaus wird Strom in das öffentliche Netz eingespeist.

Insgesamt sollen pro Jahr rund fünf Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Vier Millionen Kilowattstunden davon benötigt das Klärwerk selbst. Eine Million Kilowattstunden kann in das öffentliche Netz eingespeist werden. Die erzeugte Menge entspricht etwa dem jährlichen Stromverbrauch von 1.110 Vier-Personen-Haushalten.

„Das Geld für die Sanierung ist sehr gut investiertes Geld“, sagte Zippel. Das Klärwerk solle auch in den kommenden Jahrzehnten dem aktuellen Stand der Technik bei der Abwasserreinigung entsprechen.

In der neuen Energiezentrale sind unter anderem die Werkstätten für das Klärwerk und den Kanalunterhalt untergebracht. Dort stehen auch die drei Blockheizkraftwerke mit jeweils 930 Kilowatt Leistung. Hinzu kommen zwei Zentrifugen für Überschussschlamm, eine Hydrolyse und zwei Transformatoren.

Auch das neue Sozialgebäude nimmt Gestalt an. Im Erdgeschoss entstehen Büros und ein Labor. Im ersten Obergeschoss sind Umkleiden und Sozialräume vorgesehen. Im zweiten Stock werden unter anderem die Leitwarte, ein Besprechungs- und Sozialraum, das Büro des Betriebsleiters und das Sekretariat eingerichtet.

Durch den Umzug des Kanalunterhalts vom Stadtbauhof ins Klärwerk werden deutlich mehr Umkleide- und Duschplätze benötigt. Die Kapazität steigt von 30 auf 60 Mitarbeitende. Zudem müssen die sogenannten Schwarz- und Weißbereiche nach den Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung getrennt werden. Dafür wurden zwei separate Treppenhäuser gebaut.

Ein Teil des Kellergeschosses dient künftig als Parkebene. Dort können die Fahrzeuge des Klärwerks und des Kanalunterhalts geschützt abgestellt werden. Die Arbeiten am Sozialgebäude sollen im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein.

Auch südlich der beiden Gebäude wird gebaut. Dort entstehen zwei neue Niederdruckgasbehälter mit jeweils 4.000 Kubikmetern Fassungsvermögen. Zwischen ihnen wird ein Gebäude für die Gasreinigung, Gasentschwefelung und Vakuumentgasung errichtet.

Das Klärwerk Bayreuth hat eine wichtige Aufgabe für die Region. Es reinigt das Abwasser von mehr als 100.000 Menschen. Dazu gehören die Städte Bayreuth und Creußen sowie die Gemeinden Eckersdorf, Haag und Seybothenreuth, die Verwaltungsgemeinschaft Mistelbach und der Entsorgungsbereich Neunkirchen am Main.


Von Jessica Mohr
jm
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