“Ich bin heute richtig happy über die Leistung der Mannschaft”, adelte Timo Rost, Trainer der SpVgg Bayreuth seine Mannen nach dem 2:0-Erfolg über den auswärtsstarken SV Schalding-Heining, den sich die Altstädter dank einer geduldigen Leistung redlich verdienten.

Schön anzusehen war es für die Zuschauer im Hans Walter Wild-Stadion nicht, was die 28 Probanten aus der Wagner- und der Drei-Flüsse-Stadt auf den Rasen zauberten. Musste es aber auch nicht. “Gegen Schalding brauchst du nicht schön zu spielen”, so Rost, “sonst kontern die dich eiskalt aus.” Seine Lehren aus vergangenen Tagen ziehen so lautet das Credo des Coaches. Und er wusste nur zu gut, dass die Truppe aus den Passauer Stadtteilen mit ihrem gefährlichen Konterspiel auswärts unter anderem auch in Schweinfurt und in Burghausen siegreich war. “Die Möglichkeit wollten wir ihnen nicht bieten”, so Rost. Und seine Elf tat das vorzüglich. Auch ohne Anton Makarenko (Zerrung), Christopher Kracun (10. gelbe Karte) und Edwin Schwarz (Muskelbündelriss). Den Ausfall der drei Stammkräfte kompensierte die Altstadt fast schon mühelos. In der Offensive sorgte Alexander Piller für die nötige Geschwindigkeit, für Edwin Schwarz stand Steffen Eder in der Viererkette und etwas überraschend rutschte Patrick Weimar auf die zweite Sechserposition neben Chris Wolf – ein Part, den Weimar in seiner Karriere noch nie spielte. Den er aber hervorragend ausfüllte.

Priorität gegen Schalding-Heining genoss die Defensive. “Wir wollten nichts zulassen”, so Rost nach dem Spiel. Eine von Erfolg gekrönte Marschroute. Bis auf einen Freistoß aus spitzem Winkel, den Keeper Sebastian Kolbe mühelos pflückte und einen knapp am Pfosten vorbeirauschenden Weitschuß kam von den Gäste vor der Pause überhaupt nichts zählbares auf den Altstädter Kasten. Auf der anderen Seite sorgen Marcel Schiller, Ivan Knezevic und der einmal mehr sehr starke (später aufgrund von Knieproblemen ausgewechselte) Christoph Fenninger für die ein oder andere brenzlige Situation. Doch auch Schalding-Heining hielt mit dem nötigen Quäntchen Glück seinen Kasten sauber. Es dauerte bis zur 38. Minute, ehe ein blitzsauberer Konter als Dosenöffner fungierte. Christoph Fenninger legte alleine auf Keeper Markus Schöller zusteuernd überlegt quer auf Alexander Piller, der nur noch einschieben musste.

Nach dem Pausentee erhöhten beide Teams auf schwierigem Geläuf die Schlagzahl, wirklich zwingend wurde es jedoch hüben wie drüben nur noch selten. Und so mussten die Altstädter bis in die Nachspielzeit zittern, ehe Patrick Weimar nach einem sehenswerten Sololauf von der Mittellinie ab ebenso abschloß und das Spielgerät auf gut 25 Metern nachdrücklich in die Gambel wuchtete. Mit dem Sieg haben die Bayreuther ihren Vorsprung auf die Relegationsplätze ausgebaut auf schon fast sicher wirkende zehn Zähler. “Einen Sieg brauchen wir noch”, so Trainer Timo Rost, “aber ich bin überzeugt, dass wir den in den ausstehenden Spielen noch holen.” Insgesamt sechsmal bietet sich diese Gelegenheit noch – alles andere als der Klassenerhalt wäre also eine dicke Überraschung für den neuen Tabellensiebten. Bayreuth: Kolbe – Kopp, Weber, Eder, Golla (74. Held) – Wolf, Weimar – Schiller, Piller (68, Mirroche) – Knezevic, Fenninger (55. Sulejmani). Schalding-Heining: Schöller – Tiefenbrunner, Burmberger, Dantscher, Kurz (84. Schauberger) – Jünger, Knochner (66. Chrubasik) – Huber, Lohberger (81. Mader), Rockinger – Schnabel. Schiedsrichter: Martin Speckner. Zuschauer: Tore: 1:0 Piller (38.), 2:0 Weimar (90+1). Gelbe Karten: keine.

Text: Andi Bär. Fotos: Klaus-Peter Volke und Andi Bär.