Dringender Handlungsbedarf

BAYREUTH. Die Sanierung des Friedrichsforums, der früheren Stadthalle, kostet nach neuestem Stand mindestens 85 Millionen Euro und damit 30 Millionen Euro mehr als bei Baubeginn veranschlagt. „Zu diesen Mehrkosten, die durch unvorhersehbare Schwierigkeiten begründet sind, kann keiner etwas, auch nicht die Oberbürgermeisterin. Wohl aber steht Brigitte Merk-Erbe dafür in der Verantwortung, dass alles versucht wird, auf die zusätzlichen 30 Millionen Euro eine optimale zusätzliche Förderung des Freistaates Bayern zu erreichen“.

Dies betonten Zweiter Bürgermeister und CSU-OB-Kandidat Thomas Ebersberger sowie CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Stefan Specht am Freitag bei einem Pressegespräch. „Die OB macht nicht den Eindruck, dass sie um die denkbare Fördersystematik für die Mehrkosten weiß“, so Dr. Specht. Hier müssten dringend Gespräche mit zuständigen Ministern der Staatsregierung geführt und auch Ministerpräsident Dr. Markus Söder persönlich eingeschaltet werden, um eine außerordentliche Bezuschussung zu erhalten. Dies geschehe jedoch nicht, die OB sehe es in der Antwort auf eine Anfrage der CSU eher so, dass „zu gegebener Zeit“ weitere Schritte in die Wege geleitet werden müssten.

 

 

„Die Zeit hierfür ist aber längst gekommen, denn wenn wir erst einmal mit der Baumaßnahme fertig sind und haben das Geld irgendwie selbst zusammengekratzt, gibt uns keiner mehr eine zusätzliche Förderung. Wir waren als CSU zusammen mit unserer Abgeordneten Gudrun Brendel-Fischer massiv behilflich, dass es auf die ursprüngliche Summe von 55 Millionen Euro eine gute Förderung gab. Jetzt aber muss die OB dringend handeln“, forderte Dr. Specht und Thomas Ebersberger gab den Rat, dass sich Merk-Erbe am früheren OB Hans Walter Wild ein Beispiel nehmen sollte, der, „wenn er aus einem Ministerium sprichwörtlich rausgeworfen wurde, hintenrum wieder hineinging, um weiter für sein Anliegen zu kämpfen“.

Thema Graserschule

Zufrieden zeigten sich die beiden CSU-Kommunalpolitiker über die jüngste Entwicklung in Sachen Sanierung der Graserschule. „Uns ging es in keiner Weise darum, den Beginn der Sanierung zu stoppen oder zu verzögern, uns ging es rein um die Gesundheit der Kinder und Bediensteten. Wir wollten dem Baubeginn erst zustimmen, wenn das Staatliche Gesundheitsamt darlegt, dass durch die festgestellten Sporen des echten Hausschwammes keine Gefahr ausgeht. Zunächst sei seitens der Stadtspitze eine solche Begutachtung nicht für erforderlich gehalten worden. Als dann der Bauausschuss unter diesen Bedingungen den Sanierungsstart ablehnte, wurde die Stadt tätig und holte ein Gutachten ein. Dieses besagte, dass zum derzeitigen Stand keine Gefahr ausgehe. Daraufhin stimmten wir dem Sanierungsbeginn zu, das Thema Hausschwamm muss aber natürlich weiter im Auge behalten werden“, so Thomas Ebersberger. rs