Desolate Defensive: Bayreuth lässt 109 Punkte zu

Bayreuth. Nach dem Sieg gegen Jena konnte medi am Sonntag gegen Ludwigsburg nicht nachlegen. Bayreuth geriet früh in Rückstand, kam dann aber stark zurück. Doch im zweiten Durchgang stimmte defensiv bei den Gastgebern gar nichts mehr, die Gäste trafen fast nach Belieben.

Miserabler Start, starke Aufholjagd

Die Bayreuther, die mit derselben Starting Five wie im letzten Spiel aufliefen, wollten den Schwung aus der starken zweiten Hälfte gegen Jena mitnehmen. Doch das gelang leider überhaupt nicht. Die Schützlinge von Raoul Korner spielten zehn Minuten zum Vergessen. Offensiv ging fast gar nichts, nur zehn Zähler sprangen heraus – sechs davon erzielte Kassius Robertson (zwei Dreier). Defensiv hatten die Hausherren mit Ludwigsburg große Probleme. Die Gäste ließen den Ball gut zirkulieren und gingen mit einer deutlichen 29:10-Führung in die erste Viertelpause.

Doch dann passierte etwas in den Köpfen der Gastgeber, denn in den zweiten zehn Minuten sahen die Zuschauer in der Oberfrankenhalle eine komplett andere Mannschaft. Nach einem schnellen 10:6-Lauf nahm Gästecoach John Patrick die erste Auszeit. Aber auch die stoppte medi nicht. Nick Raivio gab dem Team gute Minuten, erzielte Punkte und holte wichtige Rebounds. Offensiv lief es nun wesentlich flüssiger, defensiv legten die Oberfranken deutlich mehr Intensität an den Tag. Somit machten die »Heroes of Tomorrow» Punkt für Punkt gut. Nach dem Dreier von Adonis Thomas betrug der Rückstand zur Pause nur noch drei Zähler (38:41).Ludwigsburg macht 39 Punkte in zehn MinutenDer dritte Abschnitt stand ganz im Zeichen der Offensiven, die Defensivabteilungen gönnten sich eine Auszeit. Zunächst ging es hin und her, die Begegnung war ausgeglichen. Aber gegen Ende des Viertels zog Ludwigsburg noch einmal an und setzte sich ab. Die Gäste erzielten in den dritten zehn Minuten 39 Punkte, die medi-Defensive war vollkommen überfordert. Somit führten die Riesen vor dem Schlussabschnitt mit 80:67.

Wer auf eine erneute Aufholjagd hoffte, der wurde schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Denn die Bayreuther hatten das Verteidigen fast komplett eingestellt, Ludwigsburg machte offensiv streckenweise was es wollte und zog noch weiter weg. Gut fünf Minuten vor dem Ende führten die Gäste mit 24 Punkten – die Partie war damit entschieden. Am Ende stand ein klares 109:81 für Ludwigsburg auf der Anzeigetafel. Weiter geht es für Bayreuth am Freitag mit dem nächsten Heimspiel gegen Gießen.

ms