Der “Sonderzugmythos” hält – Tigers schlagen Ravensburg!

BAYREUTH – Der “Sonderzugmythos” hält: Seit 2006 haben die Bayreuth Tigers kein Spiel mehr verloren, in dem die gegnerischen Fans per Sonderzug den lohnenswerten Trip in die Wagnerstadt mittels eines Sonderzuges angetreten haben: Dieses Mal hat es den amtierenden DEL-Meister Ravensburg Towerstars erwischt, die mit einer 3:5-Niederlage den Weg zurück nach Oberschwaben antreten mussten.

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Martens legt früh vor – und wieder geht man in Rückstand

Die Basis für den Erfolg der Tigers schien dabei günstig. Schon nach drei Minuten war es Schlagschussspezialist Henry Martens, der Towerstars-Goalie Olafr Schmidt mit einem Bauerntrick überraschte und den Puck mit mehr Glück als technischer Finesse dann auch noch über die Linie bugsierte. Der Tigers-Jubel hielt aber nur kurze Zeit. Einen unzureichende geklärten Angriff netzte Kapitän Vincenz Mayer ein. Es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, die für die Zuschauer höchst ansehnlich war und die in beiden Keepern ihre größten Rückhalte präsentierte. Matias Haaranen war es letztlich, der die sich bietende große Chance nutzte und die Gäste vor gut 550 mitgereisten Anhängern in Führung schoss.

Kunz sorgt für Spannung – Gron für die Entscheidung

Nach einigen Sekunden in doppelter Unterzahl, die Bayreuth schadlos überstand, war es Kevin Kunz, der erneut egalisierte und für Spannung sorgte. Und das in einer Partie, die zunehmend mehr von Strafzeiten geprägt war. Markus Lillich war es letztlich, der auf dem Eis wieder zählbares einheimste: Mit einem schönen Huf brachte er die Tigers in Führung. Eine Fünfminuten- mit zusätzlicher Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Henry Martens nach einem völlig unnötigen Stockcheck gegen den auf der Spielfläche knieenden Michel Fomin nutzten die Towerstars: Erneut traf Kapitän Mayer für die Oberschwaben. Doch auch die machten sich das Leben mit unnötigen Zeiten auf der Strafbank schwer. Nach einem Check und der folgenden Zwei- plus Zehnminutenstrafe gegen Timo Gams war es Drew Melanson, der seine Farben erneut in Führung schoss. Den Schlusspunkt setzte “Mister” Tyler Gron, der den Puck ins leere Ravensburger Tor beförderte und den Tigerkäfig in Verzückung versetzte.

Bayreuth : Jaeger – Heider, T. Schmidt; Karlsson, Mannes; Martens, Grosse; Veisert, Nijenhuis – Kunz, Kolozvary, Bartosch; Melanson, Rajala, Gron; Järveläinen, Busch, Lillich; Neuert, Bernhardt.

Ravensburg : O. Schmidt – Sturm, Keller; Seifert, Haaranen; Stiefenhofer, Kolb – O’Donnell, Driendl, Fitzgerald; Svoboda, Just, Mayer; Gams, Brandl, Fomin; Dalldush, Rodrigues, Wirz.

Strafminuten: Bayreuth 14 plus 5 + Spieldauer für Martens, Ravensburg 14 plus 10 für Gams

Zuschauer: 2753.

Tore: 1:0 (4.) Martens (Järveläinen, Busch – 4 gegen 4), 1:1 (7.) Mayer (Just, Svoboda), 1:2 (19.) Haaranen (Just, Mayer), 2:2 (26.) Kunz (Bernhardt, Bartosch), 3:2 (47.) Lillich (Melanson, Rajala, PP), 3:3 (49.) Mayer (Driendl, Sturm – PP) 4:3 (52.) Melanson (Rajala, Gron – PP), 5:3 (60.) Gron (Rajala – ENG).

Andi Bär