Das Stadtbusfahren verbilligen

BAYREUTH. Um eine bessere Akzeptanz des Nahverkehrsangebots zu schaffen und die Umweltbelastung zu reduzieren, spricht sich die CSU-Stadtratsfraktion für eine Absenkung der Fahrpreise beim Stadtverkehr aus.

Konkret wird in einem Antrag an Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe gefordert, ab 2021 den Preis für ein Jahres-ticket für Schüler und Auszubildende auf 100 Euro und für Erwachsene auf 200 Euro im Jahr festzusetzen. „Der ursprüngliche Antrag aus dem Jahr 2015, die Schülermonatskarten mit einem Zuschuss von 15 Euro neben der Förderung der Schüler mit Sozialpass mit 25 Euro zu reduzieren, hat bereits dazu geführt, dass die Akzeptanz der Busse deutlich zugenommen hat. Gleichzeitig war es nicht notwendig, weitere Buslinien einzuführen. Es ist somit zu einer direkten Verbesserung der Umweltbelastung gekommen. Dieser Zuschuss wird allerdings lediglich für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahre bis einschließlich 17 Jahre gewährt. Die Stückzahlen erhöhten sich tendenziell von 2015 mit 6.276 auf 8.790, dann 9.443 und im vergangenen Jahr auf 8.580 Stück“, so CSU-Fraktionssprecher Dr. Stefan Specht und OB-Kandidat Thomas Ebersberger.

 

 

„Die Entwicklung der Karten mit Sozialpass von 1.354 Stück auf 1.617, dann 2.068 und 1.996 in 2018 folgt in etwa der Entwicklung der normalen Monatstickets. Derzeit werden von den Stadtwerken 835 Jahresabos vertrieben. Sollten sich aufgrund der Preissenkung die verkauften Abos um ca. 50 Prozent erhöhen, dürfte dies eine Belastung von ca. 450.000 Euro im Jahr nach sich ziehen. lm Hinblick auf die ökologische
Bilanz, die Verbesserung der Parkplatzsituation in der lnnenstadt und die Erhöhung der Verkehrssicherheit sollten wir diesen Betrag investieren. Aufgrund der notwendigen Vorarbeiten und dem Umstand, dass eine Laufzeit von Januar bis Dezember sinnvoll ist, kann mit dem Angebot erst 2021 begonnen werden. Wegen der Kostenbelastung sollte das verbilligte Ticket ausschließlich für Einwohner mit Erstwohnsitz in Bayreuth und nur im Stadtgebiet gültig sein“, so die CSU-Vertreter. rs