Corona-Virus in Bayreuth: Kunst kann auch digital

BAYREUTH. Ab einem Inzidenzwert von unter 100 dürfen auch wieder Kulturangebote genutzt werden, beispielsweise ein Besuch im Kunstmuseum Bayreuth. Mit Anmeldung per Mail und oder Telefon können die Termine der Besucher gut organisiert werden.

Dr. Marina von Assel, Direktorin des Kunstmuseums Bayreuth, freute sich sehr, endlich wieder Besucher in den Ausstellungsräumen des Museums begrüßen zu dürfen. Doch der Traum hielt nicht lange. Schon Mitte vorletzter Woche wurden die Museen und Kulturangebote wieder eingestellt. Doch was macht das mit der Planung des Kunstmuseums und vor allem mit den Ausstellungen? Trotz Corona-Lockdown wurde hinter den Kulissen fleißig weiter gearbeitet. „Aufgrund der langen Vorbereitungszeit der Ausstellungen hat sich bei uns nicht viel verändert, außer, dass es keine Besucher gab. Objekte länger auszustellen, als ursprünglich geplant, ist bei uns nicht so einfach. Wir zeigen vor allem Werke aus Papier, die nicht lange dem Licht ausgesetzt sein dürfen. Daher zeigt das Kunstmuseum Bayreuth auch keine Dauerausstellungen“, erklärt die Direktorin. „Unsere Ausstellungen haben eine Planungszeit von mehreren Jahren. Somit muss man das Beste aus der Situation machen. In den letzten Lockdown, also von November bis jetzt, fiel beispielsweise ein Ausstellungswechsel. Wir haben daher für die Museumsöffnung eh eine neue Ausstellung geplant, die bis zum 20. Juni dauert. ‚Plakate: DIE BUNTE WELT der Musik!‘, heißt die neue Ausstellung, die im Alten Barock-Rathaus in Bayreuth derzeit gezeigt wird. Ab dem 1. Juli folgt dann wiederum die nächste große Ausstellung, mit dem Titel ‚Neu und wild: Baselitz, Immendorf, Penck, Lüpertz u.a.‘. Ob Lockdown oder nicht“. Bei einer Inzidenz von über 100, wie derzeit in der Stadt Bayreuth, bleibt das Museum komplett geschlossen. Bei einer Inzidenz wischen 50 und 100 dürfen fünf Besucher nach Terminvergabe das Museum besuchen. Wenn die Inzidenz unter 50 liegt, zehn Personen. „Parallel zur Vorbereitung der nächsten Ausstellungen haben wir in der Pandemie uns aber vor allem mit individuellen und digitalen Möglichkeiten beschäftigt, um den Menschen trotzdem ein kulturelles Angebot bieten zu können. Schon im letzten Frühjahr hatte das Kunstmuseum Bayreuth damit begonnen, sein umfangreiches Vermittlungsprogramm in die digitale Welt zu übertragen. Auf der Website gibt es seitdem zu allen Ausstellungen Video-Clips mit Führungen, Bildbesprechungen, Texten in leichter Sprache und Videos in Gebärdensprache, dazu Kreativanleitungen zu den jeweiligen Ausstellungsthemen“, erklärt Dr. Marina von Assel.

Anzeige

Digital ist aber nicht alles möglich: Konzerte, Filmabende und Aufführungen mussten ausfallen oder verschoben werden. „Wir merken aber, wie gerne die Menschen wieder ins Museum gehen wollen und kulturelle Angebote nutzen möchten. Für Schulklassen, Kindergartengruppen und Senioren entwickeln wir neue Veranstaltungsprojekte, damit diese unser Angebot bald wieder nutzen können“, so Dr. Marina von Assel. Das Ausstellungsprogramm läuft somit wie geplant weiter. Je nach Bedarf und Inzidenzwerten, entweder digital oder analog.

 

Weitere Informationen: 

  • www.kunstmuseum-bayreuth.de
  • Terminvereinbarung, sofern die Inzidenzzahlen eine Öffnung zulassen: 0921 / 7645310

jm