Corona-Virus in Bayreuth: Gesundheitsamt setzt auf die Luca-App

BAYREUTH. Das Gesundheitsamt Bayreuth setzt auf die Luca-App. Die Einrichtung ist, genauso wie alle anderen der insgesamt 76 bayerischen Gesundheitsämter, an das Luca-System angebunden. Im Bayreuther Landkreis haben sich bereits breit verteilt einige Betreiber/innen von Einrichtungen registriert, wobei die Verantwortlichen hoffen, dass der Zuspruch für die Luca-App noch stärker wächst. Im Stadtgebiet sind derzeit 43 Einrichtungen hinterlegt, die eine coronakonforme Gästeregistrierung anbieten.

Im Fall der Fälle kann das Gesundheitsamt Bayreuth durch die Luca-App Gästedaten zum Zwecke der Kontaktnachverfolgung abfragen, um mögliche Infektionsketten zu brechen. „Bayern hat das Luca-System quasi in Rekordzeit an seine Gesundheitsämter angebunden. Das ist großartig, denn Luca ist ein wichtiger Baustein zur Corona-Kontaktnachverfolgung. Sobald es die Pandemie-Situation zulässt, können Unternehmen und Organisationen wie Cafés, Einzelhändler oder Sportvereine Besucher einfach und sicher registrieren. Im Falle einer bestätigten Infektion können Kontaktpersonen schnell von den angebundenen Gesundheitsämtern ermittelt und offiziell verständigt werden“, sagt Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach.


Aber wie funktioniert die App eigentlich? Unternehmen, Organisationen oder auch Privatpersonen in Bayern, die Besucher coronakonform registrieren wollen, können auf der Internetseite von Luca kostenlos einen oder mehrere Standorte anmelden und einen QR-Code generieren. Besucher mit einer installierten Luca-App auf dem Smartphone können über einen Scan dieses QR-Codes ganz einfach ein- und wieder auschecken – auch sie müssen nichts bezahlen. Im Falle einer bestätigten Corona-Infektion erfolgt über die Luca-App eine erste

Warnung. Die Daten werden direkt und verschlüsselt an die Gesundheitsämter weitergeleitet und können dort genutzt werden. Im Gegensatz zu anderen Gästeregistrierungstools und auch zu analogen Gästelisten sind die persönlichen Daten der Gäste im Luca-System zu keinem Zeitpunkt für die Gastgeber sichtbar. Sie können ausschließlich von den Gesundheitsämtern entschlüsselt werden. Laut Digitalministerium waren die bayerischen Datenschutzbehörden bei der Umsetzung des Systems eng eingebunden.

Landrat Florian Wiedemann outet sich als Fan der Luca-App: „Die Luca-App ist für uns von enormer Bedeutung, wenn wir Infektionsketten durchbrechen, Lockerungen anstreben und letztlich die Pandemie bewältigen wollen. Dass diese App nun den Gesundheitsämtern zur Verfügung steht, ist nicht nur eine sehr gute Nachricht, es lässt uns auch zuversichtlich auf die nächsten Wochen und Monate blicken.“ Der Gastronomie und dem Einzelhandel gebe diese App viel Hoffnung.

Auch Oberbürgermeister Thomas Ebersberger sieht in der Luca-App einen weiteren wichtigen Baustein auf dem Weg zu Öffnungsstrategien und einer schrittweisen Rückkehr in die Normalität. „Wir wissen, dass die Corona-Auflagen für viele Betriebe eine enorme Herausforderung sind. Daher wird die Stadt auch weiterhin die Gastronomie, den Einzelhandel, aber auch die Veranstaltungsbranche unterstützen. Wir haben dies bereits zu Beginn der Pandemie mit der Darfichrein-App sehr erfolgreich getan. Jetzt führen wir diesen Kurs mit der Luca-App fort und sorgen damit zugleich für eine Verzahnung von Stadt und Landkreis.“ Bayreuths 2. Bürgermeister Andreas Zippel, im Rathaus zuständig für das Thema Digitalisierung ergänzt: „Technische Lösungen wie die Luca-App sind ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Digitalisierung den Alltag der Menschen erleichtern kann.“

Die Nutzung der Darfichrein-App wird nun eingestellt und durch die Luca-App ersetzt, betroffene Unternehmen werden noch gesondert informiert.

Das Luca-Team bietet regelmäßige Webinare an, in welchen für Betriebe auf die Funktionsweise, Best-Practice-Beispiele und Fragen zu Luca eingegangen wird.

red