Corona-Virus in Bayern: “Wir sind besorgt”

BAYREUTH. Am heutigen Mittag gab Ministerpräsident Markus Söder gemeinsam mit dem Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Gesundheitsministerin Melanie Huml eine Pressekonferenz. “Wir sind sehr besorgt, weil die zahlen in ganz Europa steigen”, so Markus Söder direkt zu Beginn der Konferenz. In vielen Ländern ist die zweite Welle schlimmer als die erste, weshalb viele Länder erneute Lockdowns einberufen. Auch in Bayern steigen die Zahlen wieder rasant an, wie zum Beispiel in Würzburg und München. Und dabei sind es nicht unbedingt immer die Urlaubsrückkehrer, die infiziert sind. Hier trifft es aber vor allem auch jüngere Menschen, die sich infizieren. Und das meistens aus Leichtsinn.

Derzeit sind die Krankenhäuser noch nicht ausgelastet, aber dazu soll es auch gar nicht erst kommen, so Söder. Man muss vorher für eine Eindämmung der Infektionen sorgen.

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Der zweite Lockdown muss verhindert werden

Erneute Schulschließungen kommen nicht infrage, ein zweiter Lockdown somit auch nicht. Es steht an erster Stelle, dass Kitas, Schulen und Arbeitsstellen offen bleiben. Vor allem geht es nicht nur darum, dass die älteren Menschen der Gesellschaft geschützt werden, auch junge Leute, die im Frühjahr angesteckt wurden, haben heute noch mit den Nachwirkungen von Corona zu kämpfen.

Weiterhin ist es wichtig, die Infektionsketten nachvollziehen zu können. In München ist dies derzeit schwierig. Private, unkontrollierbare Feiern sollten weiterhin eingeschränkt werden. “Es braucht Regeln”, so der Ministerpräsident.

Neue Maßnahmen gelten deshalb ab morgen, 23. September:

Maskenpflicht

Wenn 35 Infizierte auf 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen kommen, gelte die Maskenpflicht auch wieder im Unterricht an Schulen ab der Jahrgangsstufe 5. Bei einem Wert von 50 Infizierten auch an Grundschulen. Regional soll die Maskenpflicht auch auf öffentlichen Plätzen eingeführt werden, wenn es viele Neuinfektionen gibt.

Alkoholverbot

Ein Alkoholverbot ist auf öffentlichen Plätzen möglich, wenn ein hohes Infektionsgeschehen herrscht: sowohl für den Konsum als auch für den Verkauf. Auch die Sperrstunde kann wieder auf 23 Uhr runtergesetzt werden.

Treffen im privaten Raum

Auch hier wurde die Quote reduziert, bei einer zu hohen Infektionsrate: Bei Feiern, die innen stattfinden, dürfen 25 Menschen statt 100 zusammenkommen. Im Außenbereich gelten 50 statt 200 Personen. Bei öffentlichen Treffen seien dann fünf Personen bzw. zwei Haushalte zugelassen.

jm