Corona Virus Bayern: Zweiter Lockdown prägt Bayerns Tourismus

MÜNCHEN. Mit Beginn des erneuten Lockdowns ab dem 2. November durften bundesweit keine Beherbergungsleistungen zu touristischen Zwecken mehr angeboten werden. Entsprechend brachen die Gäste- und Übernachtungszahlen der bayerischen Beherbergungsbetriebe weiter ein. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik nach vorläufigen Ergebnissen der Monatserhebung im Tourismus nun mitteilt, beherbergten die im November 2020 geöffneten 9 273 Beherbergungsbetriebe*) Bayerns nur noch 420 000 Gäste mit 1,7 Millionen Übernachtungen. Gegenüber dem Vor-Jahresmonat waren die Rückgänge von 84,2 Prozent bei den Ankünften und von 72,6 Prozent bei den Übernachtungen. Auch die Zahlen für Januar bis November 2020 zeigen das Ausmaß der „Corona-Krise“ deutlich, diese gingen bei den Gästeankünften um 47,6 Prozent und bei den Übernachtungen um 37,8 Prozent zurück.

Der zweite bundesweite Lockdown stellt die bayerischen Beherbergungsbetriebe erneut vor eine große Herausforderung. Dass seit dem 2. November bundesweit keine Beherbergungsleistungen zu touristischen Zwecken mehr angeboten werden durften, schlug sich im November 2020 direkt in den Gäste- und Übernachtungszahlen nieder. So meldeten die 9 273 geöffneten Beherbergungsbetriebe*) Bayerns im November nur noch rund 420 000 Gästeankünfte und gut 1,7 Millionen Übernachtungen, wie das Bayerische Landesamt für Statistik nach den nun vorliegenden, vorläufigen Ergebnissen der Monatserhebung im Tourismus mitteilt. Die Rückgänge gegenüber dem Vor-Jahresmonat lagen bei 84,2 Prozent (Gästeankünfte) bzw. 72,6 Prozent (Übernachtungen).

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Sowohl die Zahlen der inländischen Gäste (Gästeankünfte: rund 369 000, -82,0 Prozent; Übernachtungen: knapp 1,5 Millionen, -69,8 Prozent), als auch die der Gäste aus dem Ausland (Gästeankünfte: rund 50 000, -91,8 Prozent; Übernachtungen rund 219 000, -83,2 Prozent) unterschritten deutlich das Niveau von November 2019.

Ein sehr ähnliches Bild zeigt die Analyse der Regierungsbezirke. Alle Regierungsbezirke mussten im November 2020 sowohl bei den Gästeankünften als auch bei den Übernachtungen gegenüber dem Vorjahresmonat hohe Rückgänge im zweistelligen Bereich hin-nehmen. Die Zahl der Gästeankünfte sank zwischen -81,1 Prozent in der Oberpfalz und -85,7 Prozent in Oberbayern. Die Zahl der Übernachtungen ging zwischen -64,6 Prozent in Unterfranken und -75,0 Prozent in Mittelfranken zurück.

Von den coronabedingten Einschränkungen waren im November alle Betriebsarten betroffen. Mit einem Minus von 37,5 Prozent bei den Ankünften und von 25,4 Prozent bei den Übernachtungen fielen die Rückgänge zum Vorjahresmonat für die Vorsorge- und Reha-Kliniken gegenüber den anderen Betriebsarten noch vergleichsweise gering aus.

Von Januar bis November 2020 gingen die Gästeankünfte um 47,6 Prozent auf rund 19,6 Millionen zurück. Die Übernachtungen sanken im gleichen Zeitraum um 37,8 Prozent auf nahezu 58,7 Millionen. Da das Beherbergungsverbot für Touristen auf den kompletten Dezember ausgeweitet wurde, dürfte es auch für das Jahresergebnis 2020 nicht besser aussehen.

Für das vorläufige Ergebnis des Monats November 2020 konnten Meldungen von 95,2 Prozent der auskunftspflichtigen, bayerischen Beherbergungsbetriebe berücksichtigt werden. Die Angaben der Beherbergungsbetriebe, von denen zum Monatsabschluss keine Informationen für November vorlagen, wurden überwiegend mit einer Teilschließung ab dem 02. November geschätzt. Damit sind auch die vorläufigen Ergebnisse für den November in hohem Maße repräsentativ. Das Bayerische Landesamt für Statistik möchte sich in dem Zusammenhang bei allen auskunftspflichtigen Beherbergungsbetrieben für die Unterstützung in diesen schwierigen Zeiten bedanken.

red