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Bayreuth holt Kyan Anderson zurück

Bayreuth. Gute Nachrichten für medi bayreuth: Die Suche nach einem neuen Point Guard ist vorbei! Und den Oberfranken ist es gelungen, ein bekanntes Gesicht zurückzuholen, denn ab sofort läuft Kyan Anderson wieder für die »Heroes of Tomorrow» auf. Der US-Amerikaner unterschrieb am Freitag einen Vertrag bis Saisonende.

»Die Verletzung von Hassan hat unseren Zeitplan etwas durcheinander geworfen, da wir da schon einmal mehr reagieren mussten, als das ursprünglich geplant war. Daher hatten wir uns aus finanziellen Gründen vorgenommen, möglichst lange, nahezu bis zum Ende der Wechselfrist, mit diesem weiteren notwendigen Schritt zu warten. Kyan hatte eine Ausstiegsoption zum 8. Februar in seinem Vertrag und nach reiflicher Durchforstung des Spielermarktes denke ich, dass er derjenige ist, bei dem die größten Chancen bestehen, dass er uns sofort und nachhaltig weiterhelfen kann», sagt Headcoach Raoul Korner. »Er kennt uns und weiß ganz genau, worauf er sich einlässt. Umgekehrt wissen auch wir ganz genau, was wir von ihm bekommen und was eben auch nicht. Die Chance, dass Kyan relativ schnell bei uns funktioniert, sehe ich bei ihm am größten mit dem geringsten Risiko. Wie fast alle anderen Teams auch werden wir dann eine Ausländerposition mehr besetzt haben. Wie man in den letzten Wochen und Monaten gesehen hat, kommt es immer wieder zu kurzfristigen, manchmal leider sogar längerfristigen Ausfällen, die wir so dann besser abfangen können.»

Überzeugende Saison bei medi

2016 kam Anderson nach Bayreuth und verbrachte eine Saison in der BBL. Zusammen mit Trey Lewis bildete er einen immens starken medi-Backcourt, beide Neuzugänge schlugen damals voll ein. Der Point Guard spielte 32-mal für Bayreuth in der Bundesliga (12,3 Punkte im Schnitt) und viermal in den Play-offs gegen Oldenburg (1:3, 10,3 Punkte). Nach der Spielzeit verabschiedete sich der exzellente Dreierschütze wieder und wechselte nach Frankreich zu Pau-Lacq-Orthez. Dort blieb er eine Saison, seit Sommer war er in Kosovo für Sigal Prishtina aktiv. Nun ist Anderson zurück in Deutschland und alle medi-Fans dürfen sich auf eine erstklassige Verstärkung freuen.

»Ich danke allen Sponsoren und Partnern, die sich bisher bereits beteiligt haben oder dies noch tun werden, um die Finanzierung von Kyan zu ermöglichen. Das zeigt einmal mehr, dass die Bayreuther Basketballfamilie auch in solchen Situationen zusammenhält. Wir freuen uns auf Kyan, der Bayreuth bereits kennt und zu schätzen weiß und sich somit schnell integrieren wird, um uns zeitnah zu helfen», freut sich Geschäftsführer Björn Albrecht.

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Bayreuth verliert zum Abschluss in Klaipeda

Klaipeda. Bayreuth hat das sportlich bedeutungslose letzte Champions-League-Spiel in Klaipeda verloren (73:83). medi kam schlecht in die Partie und musste ständig einem Rückstand hinterherlaufen. Neptunas spielte clever und holte sich verdient den Sieg.

Bayreuth kommt schlecht ins Spiel

De'Mon Brooks fehlte bekanntlich verletzt, für ihn begann Lukas Meisner. Auf der Point-Guard-Position startete wieder David Stockton, Eric Mika war als Center zu Beginn auf der Platte. Komplettiert wurde die Starting Five von Adonis Thomas und Kassius Robertson. Die Gäste taten sich sehr schwer ins Spiel zu kommen, vor allem in der Offensive wollte es im ersten Viertel gar nicht funktionieren. Somit stand nach zehn Minuten ein 12:19 aus Sicht der Bayreuther auf der Anzeigetafel.

Im zweiten Viertel spielte medi offensiv besser, defensiv ließen sie Schützlinge von Raoul Korner allerdings zu viele Punkte zu. Gleich 24 Zähler machten die Litauer in Abschnitt zwei. Immerhin verkürzte Thomas per Jumper kurz vor der Halbzeit auf nur noch zehn Punkte Rückstand (33:43).

medi kommt nicht ran

Im dritten Viertel ging es hin und her, allerdings schafften es die »Heroes of Tomorrow» nicht, näher an die Gastgeber heranzukommen. Somit lag Neptunas am Ende des Abschnitt immer noch mit 62:53 in Führung.

Auch im Schlussabschnitt wollte es bei medi nicht so wirklich flutschen. Die Gäste liefen permanent dem Rückstand hinterher, der dann zwischenzeitlich auch noch wuchs. Somit fuhr Klaipeda am Ende einen verdienten 83:73-Erfolg ein. Die Bayreuther verabschieden sich mit einer Niederlage aus der Champions League. Weiter geht es für die Oberfranken am Sonntag mit dem BBL-Heimspiel gegen Überraschungsaufsteiger Rasta Vechta.

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Glück im Unglück für Brooks

Berlin. Als De'Mon Brooks bei der Niederlage in Berlin im zweiten Viertel gestützt vom Feld gebracht werden musste, sah es zunächst nicht gut aus. Einen Tag später gab es allerdings Entwarnung, der US-Amerikaner hatte Glück im Unglück.

Die Nummer 24 der Bayreuther hat sich keine strukturellen Verletzungen im Adduktorenbereich zugezogen. »Es ist zwar kein Riss, aber eine starke Zerrung sagt Mannschaftsarzt Dr. Holger Eggers, der den Power Forward sofort nach der Verletzung gestern in der Mercedes-Benz Arena betreute», heißt es auf der Website des Bundesligisten.

In der 17. Minute verletzte sich Brooks bei einer Abwehraktion gegen Berlins Luke Sikma und konnte anschließend nicht weitermachen. Wie lange der in den letzten Wochen und Monaten überragende Power Forward ausfallen wird, ist unklar. Sicher ist: Am Mittwoch in der Champions League in Klaipeda sowie am Sonntag in der Bundesliga gegen Vechta wird er leider nicht zur Verfügung stehen.Gute Besserung und schnelle Genesung!

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Nach guter erster Hälfte: medi verliert in Berlin

Berlin. medi hat einen Coup in Berlin verpasst und musste sich in der Hauptstadt mit 68:86 geschlagen geben. Die Bayreuther spielten eine starke erste Hälfte, konnten nach der Pause allerdings nicht mehr mit den Albatrossen mithalten. Bitter zudem: De'Mon Brooks verletzte sich im zweiten Viertel und konnte anschließend nicht mehr mitwirken.

Doreth startet, Seiferth wieder dabei

Die Bayreuther starteten in Berlin mit Bastian Doreth für David Stockton auf der Point-Guard-Position. Eric Mika begann wieder für Andi Seiferth, der nach Erkältung wieder einsatzbereit war. Und die Gäste starteten in der Hauptstadt exzellent, Doreths Dreier brachte eine 15:7-Führung nach sechseinhalb Minuten. Aber die Gastgeber antworteten und kamen durch den Dreier von Peno kurz vor der Viertelpause wieder auf einen Punkt ran (18:19).

Im zweiten Abschnitt machte zunächst Kassius Robertson auf sich aufmerksam, der Kanadier traf früh zwei Dreier und brachte seine Farben mit 27:20 in Front. Anschließend verloren die "Heroes of Tomorrow" etwas den Faden und leisteten sich leichte Ballverluste. Die Berliner nutzten das eiskalt zu einem 11:0-Lauf, der erst von Adonis Thomas durchbrochen wurde. Die Gastgeber wollten nun den Vorsprung ausbauen, aber medi stemmte sich dagegen. Die Oberfranken gingen dank der Dreier von Doreth und Robertson sowie dem Zweier von Thomas sogar mit einer knappen Führung (39:38) in die Kabine. Die schlechte Nachricht allerdings: Im zweiten Viertel verletzte sich De'Mon Brooks, er musste gestützt vom Feld gebracht werden und konnte nicht mehr weitermachen.

Alba zieht davon

Der dritte Abschnitt gehörte ganz klar den Albatrossen, medi konnte leider nicht mehr an die starke Leistung aus dem ersten Durchgang anknüpfen, natürlich fehlte auch Brooks immens. In den ersten gut achteinhalb Minuten des Abschnitts gelangen den Gästen nur sieben Zähler. Die Offensive der Berliner lief derweil flüssig, sodass Alba bis auf 58:46 wegziehen konnte. Zwar konnten die Bayreuther noch etwas verkürzen, vor dem Schlussviertel stand allerdings dennoch ein 60:50 für die Gastgeber auf der Anzeigetafel.

Im Schlussabschnitt sorgte der Favorit dann schnell für noch klarere Verhältnisse, Giedraitis' Dreier brachte den Albatrossen sechseinhalb Minuten vor dem Ende eine deutliche 71:53-Führung. Damit war die Entscheidung in dieser Partie gefallen. Zwar kämpften die Gäste weiterhin, nach der Pause war es allerdings eine klare Sache. Weiter geht es für Bayreuth am Mittwoch mit dem sportlich bedeutungslosen Champions-League-Spiel bei Klaipeda. Am nächsten Sonntag gibt es im Heimspiel gegen Überraschungs-Aufsteiger Vechta hoffentlich wieder einen Sieg in der BBL.

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medi braucht zwei Siege - und Hilfe aus Patras

Bayreuth. Am Mittwochabend (20 Uhr) steht für medi bayreuth das letzte Champions-League-Heimspiel der Saison auf dem Programm. Es gastiert der 17-fache slowenische Titelträger Olimpija Ljubljana in der Oberfrankenhalle.

Chancen auf das Weiterkommen in diesem Wettbewerb haben die "Heroes of Tomorrow" keine mehr. Die ersten fünf Teams aus Bologna, Istanbul, Patras, Oostende und Strasbourg sind für die Oberfranken nicht mehr einzuholen. Es geht also nur noch um Rang sechs, der zur Teilnahme am FIBA Europe Cup berechtigen würde.

Bayreuth braucht Schützenhilfe aus Patras

Die Ausgangslage: Klaipeda steht aktuell vor den Bayreuthern und hat zwei Punkte mehr auf dem Konto. medi müsste also sowohl heute Abend gegen Ljubljana als auch am letzten Spieltag bei Neptunas gewinnen. Allerdings reicht das nicht aus, die Korner-Schützlinge brauchen zudem Schützenhilfe aus Patras. Denn nur wenn die Griechen heute um 18.30 Uhr gegen Klaipeda gewinnen, hat Bayreuth noch eine Chance auf Platz sechs und dem damit verbundenen Verbleib im internationalen Wettbewerb.

"Es gibt kein Rechnen oder Spekulieren"

"Die Mannschaft braucht dringend wieder ein Erfolgserlebnis. Dieser Monat hat uns physisch wie psychisch viel abverlangt und ist auch noch nicht zu Ende. Demnach gibt es morgen auch kein Rechnen oder Spekulieren, sondern nur den vollen Fokus auf das Spiel gegen Laibach", gibt Coach Korner vor. "Da die Slowenen über einen immens großen Kader verfügen, mit dem sie in gleich drei Bewerben antreten, ist es schwer vorherzusagen, mit wem sie bei uns auflaufen werden. Demnach gilt der volle Fokus unserem eigenen Spiel. Wir haben gegen München ein gutes Spiel gemacht. Diesmal wollen wir uns zusätzlich auch noch mit einem Sieg belohnen."

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Trotz Sieg: medi verabschiedet sich aus Europa

Bayreuth. medi bayreuth hat das letzte Champions-League-Heimspiel in dieser Saison mit 82:71 gegen Petrol Olimpija Ljubljana gewonnen. Allerdings sind die Oberfranken trotz des Erfolges einen Spieltag vor Schluss bereits ausgeschieden, da Klaipeda in Patras gewann, haben die »Heroes of Tomorrow» keine Chance mehr auf Platz sechs und den damit verbundenen FIBA Europe Cup.

Seiferth fehlt erneut

Bei medi begann erneut Eric Mika auf der Centerposition, Andi Seiferth war zwar in der Halle und saß mit auf der Bank, stand allerdings noch nicht zur Verfügung. Somit konnte er sich nicht vor Bundestrainer Henrik Rödl, der in der Halle war, präsentieren. Die Ausgangslage war klar: Bayreuth brauchte einen Sieg und zugleich einer Niederlage von Klaipeda in Patras, um noch eine Chance auf Platz sechs und den FIBA Europa Cup zu haben. In einer nicht ganz ausverkauften (2237 Zuschauer) aber dennoch stimmungsvollen Oberfrankenhalle machte in den ersten Minuten Kassius Robertson auf sich aufmerksam, er hatte schnell fünf Punkte im Boxscore stehen. In einem kurzweiligen ersten Viertel ging es hin und her, die Offensive der Gastgeber sorgte für das ein oder andere Highlight wie beispielsweise den krachenden Dunk von Adonis Thomas. Nach einem Block von Gregor Hrovat gegen seinen Ex-Klub gingen die »Heroes of Tomorrow» mit einer Führung von sechs Punkten (24:18) in die erste Viertelpause.

Als das zweite Viertel gerade begonnen hatte, gab es leider schlechte Nachrichten aus Griechenland: Patras verlor nämlich gegen Neptunas, somit hatte Bayreuth keine Chance mehr auf Platz sechs und den damit verbundenen Verbleib in Europa. Und auf dem Parkett lief es für die Bayreuther auch nicht gut, in der Offensive klemmte es gewaltig. Die Slowenen legten einen 11:0-Lauf aufs Parkett - medi-Coach Raoul Korner hatte genug gesehen und nahm eine Auszeit. Kapitän Bastian Doreth erlöste anschließend die Gastgeber und sorgte mit einem Dreier für die ersten Zähler im zweiten Viertel. Anschließend lief es wieder besser, vor allem der Dreier fiel nun bei den Oberfranken. Dennoch ging Lubljana mit einer knappen 43:42-Führung in die Kabine.

Bayreuths Defensive steht

Der dritte Abschnitt verlief recht ausgeglichen, kein Team konnte sich so richtig absetzen. Aber die Defensive der Bayreuther stand sehr gut, es wurden im dritten Viertel nur zwölf Punkte zugelassen. Gegen Ende des Abschnitts zogen die Bayreuther noch einmal etwas an, Robertson und Adonis Thomas sorgten für eine 60:55-Führung.

Die Bayreuther starteten gut in die letzten zehn Minuten, Robertson zeigte mit seinem Dreier gleich an, wohin die Richtung gehen soll. Der Kanadier war in dieser Phase sehr präsent und führte das Team an. Basierend auf einer weiterhin starken Defensive stellten die Bayreuther die Weichen auf Sieg. Am Ende stand ein verdientes 82:71 für die Gastgeber auf der Anzeigetafel und medi schenkte den heimischen Fans einen Erfolg im letzten europäischen Heimspiel der Saison. Weiter geht es für Doreth & Co. am Samstag (18 Uhr) in der Liga mit einem echten Kracher, es steht das Auswärtsspiel bei Alba Berlin an.

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Die Bedeutung von medi Bayreuths Scout für den Verein

Bayreuth. Dieser Name ist wohl nicht allen medi-Fans geläufig: Matt Haufer. Er ist der Scout der Bayreuther, der sehr wichtig ist und den Spielermarkt zu jeder Zeit genau im Blick hat.

Matt Haufer studierte in Gießen Lehramt, während des Studiums stieg er in die Basketballszene ein. Der Basketballfan arbeitete unter Trainer Stefan Koch bei der Bundesligamannschaft der Gießen 46ers mit. Sein gutes Englisch half ihm dabei im Kontakt mit den vielen US-Amerikanern weiter. Der heute 38-Jährige eignete sich das Know-how in Sachen Spielersuche selbst an. So vermittelte er beispielsweise einen Spieler zu den Cuxhaven Baskets, die in der ProA spielten. Somit entstand der Kontakt mit diesem Verein und Haufer zog es in den hohen Norden.

Kontakt mit Raoul Korner
Als eine Art Sportlicher Leiter agierte Haufer in Cuxhaven, dort war er auch für das Scouting verantwortlich und machte seine Sache sehr gut. Auf diesem ersten Jahr in Cuxhaven baut alles andere auf, was ich dann im Basketball gemacht habe, erinnert er sich zurück. Drei Jahre blieb er bei den Baskets, dann ging es weiter mit verschiedenen Stationen im Basketball bei Vereinen oder Spieleragenturen. Der Beruf des Scouts ist im Basketball nicht groß verbreitet, 2014 unternahm Haufer noch einmal einen Versuch und nahm zu Trainern, mit denen er bereits zu tun hatte, Kontakt auf. Mit Raoul Korner hatte ich schon lange Kontakt, der ist nie abgerissen. Ich habe damals schon sehr viel von ihm gehalten, berichtet der Talentsucher. Budget war für Haufer damals nicht vorhanden, also arbeitete er zwei Jahre für Korner und dessen damaligen Verein Braunschweig unentgeltlich. Er wollte beweisen, das Scouts gebraucht werden.

2016 nach Bayreuth
2016 wechselte Raoul Korner zu medi Bayreuth. Für Haufer passte das ganz gut, von seinem Wohnort in der Nähe von Würzburg war das nämlich nicht so weit entfernt. Ich bin dann noch einmal an Raoul herangetreten und habe gefragt, ob wir alles nicht etwas offizieller machen wollen?, so Haufer. Er erhielt Unterstützung vom Coach und fragte anschließend beim damaligen Geschäftsführer Philipp Galewski an. Sein Vorschlag stieß auf Zustimmung und seine Arbeit in Bayreuth begann. Der Umfang wurde stetig erweitert, ab dieser Saison ist medi Bayreuth der Hauptarbeitgeber des Scouts. Allerdings reicht das nicht alleine, nebenbei ist der 38-Jährige noch als Übersetzer tätig und übernimmt zudem beim BBC Coburg kleinere Aufgaben.

Viel Videostudium
Aber was genau verbirgt sich hinter der Tätigkeit von Matt Haufer? Er ist im kompletten Jahr für medi im Einsatz, hat den Spielermarkt immer genau im Blick. Für eine Organisation wie die Bayreuther Basketballer ist ein Scout natürlich immens wichtig, da er sich auf dem Markt bestens auskennt und Talente lange Zeit beobachtet. Umso länger du einen Spieler beobachtest, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es schiefgeht, berichtet Haufer. Die meiste Zeit seiner Arbeit verbringt er zu Hause mit Videostudium. Es wäre natürlich die Wunschvorstellung, zu verschiedenen Spielen auf der ganzen Welt zu fliegen, doch dafür fehlt derzeit noch das Budget.

Im Sommer waren Raoul Korner und sein Assistent Lars Masell in den USA, um sich nach neuen Spielern für diese Saison umzuschauen. Haufer blieb in Deutschland und stand permanent mit den beiden in Kontakt. Vorher stellte er dem Coach eine Auflistung mit Stichpunkten zu Spielern zusammen, die interessant sind. Es gab permanenten Austausch zwischen den Trainern in Amerika und dem Scout in Deutschland.

Raoul und Lars sind zwei Trainer, die sich sehr gut auskennen auf dem Spielermarkt. Sie wissen genau, was sie wollen. Die Arbeit ist sehr angenehm und macht viel Spaß, freut sich Haufer. Zu etwaigen Neuverpflichtungen sagen alle drei ihre Meinung, am Ende liegt die finale Entscheidung natürlich bei Cheftrainer Korner.

Den Markt im Blick
Speziell für das Motto "Heroes of Tomorrow" ist ein Scout natürlich immens wichtig. Denn Haufer hat Talente, die bisher noch recht unbekannt sind, auf dem Zettel. Wie wichtig Haufer ist, wurde auch erst kürzlich wieder klar: Beim Spiel in Bamberg verletzte sich Center Hassan Martin, die Bayreuther mussten handeln. Die Coaches steckten allerdings mit dem Team mitten im Spielbetrieb.

Ich war bei der Partie vor Ort und habe die Verletzung mitbekommen. Nachts um 1.30 Uhr habe ich Raoul die erste Mail mit Alternativen geschickt?, verrückt Haufer. Einer der Spieler war Eric Mika, der schließlich einen Vertrag bei den Oberfranken unterschrieb.

Fehlverpflichtungen kosten viel Geld
Man sieht: Der 38-Jährige hat den Markt immer im Blick. Fehlverpflichtungen kosten eine Menge Geld. Was du im Juli oder August falsch machst, das kannst du in der Saison kaum korrigieren, so Haufer. Ähnlich sieht es auch Björn Albrecht, Geschäftsführer des Bundesligisten, der auch deswegen einen hohen Nutzen von Haufer für die Organisation sieht. Und blickt man auf die vergangenen Jahre, dann ist zu sehen, dass die Neuzugänge der Bayreuther in fast allen Fällen eingeschlagen haben. Einer der Glücksgriffe ist De'Mon Brooks, der schon seine dritte Saison für medi aufläuft und zum absoluten Leistungsträger sowie Publikumsliebling aufgestiegen ist. Das war ein Spieler, bei dem ich früh dachte, dass er interessant für uns ist, erzählt Haufer. Das ist nur ein Beispiel für die Arbeit des Scouts: Eher im Hintergrund, aber enorm wichtig für den Verein.

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Und wieder fehlt es medi nur an Kleinigkeiten

Bayretuh. Am Ende konnten die Akteure von medi Bayreuth die ausverkaufte Oberfrankenhalle erhobenen Hauptes verlassen: Gegen den weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer der easy-credit-Basketballbundesliga, den FC Bayern München, unterlag die Truppe von Coach Raoul Korner mit 90:93, schnupperte wie auch schon beim nach Verlängerung verlorenen Hinspiel im Audi Dome lange an der Sensation.

"Leider haben sie ihre gute Trefferquote aus dem Moskau-Spiel mitgenommen", so Trainer Korner über das bärenstarke erste Viertel der Münchener, die im dritten Spiel in sieben Tagen komplett fokussiert waren. Mit exorbitanter 85%-iger Trefferquote ließen die Oberbayern aufhorchen, gingen mit einer 30:23-Führung aus dem ersten Viertel. Das bittere für Bayreuth, das kurzfristig auf den grippegebeutelten Center Andreas Seiferth verzichten musste: Die Verteidigung war gar nicht einmal so schlecht. Und es kam, was kommen musste: Die Quoten der Münchener gingen nach unten, medi fuchste sich in die Partie zurück, konnte das Spiel aber nicht drehen. Das lag vornehmlich an Petteri Koponen, der mit sieben Zählern im zweiten Viertel die Rolle von Vladimir Lucic übernahm, der mit starken 16 Punkten in die Pause ging. Auf medi-Seite war es insbesondere Neuzugang Eric Mika, der hochprozentig scorte und mit elf Zählern zu Buche stand.

Mika suchen erwies sich auch weiterhin als probates Mittel, im dritten Viertel traf er seine vier Versuche ausnahmslos, das euphorische Publikum tat sein übrigens. Die Partie wurde immer enger, zumal die Bayern nicht mehr so sicher trafen und sich an der starken Bayreuther Verteidigung öfters die Zähne ausbissen.

Was am Ende fehlte, war das letzte Quäntchen Glück. Lange schnupperte medi um Erik Mika, den einmal mehr bärig aufgelegten De Mon Brooks und sein stark aufgelegtes Pointguard-Duo Bastian Doreth und David Stockton an der Sensation. Kleinigkeiten verhinderten diese nach einem 11:0-Run, den Bastian Doreth mit zwei erfolgreichen Dreiern trug (77:78). Ein verfehlter Wurf des starken Gregor Hrovat, ein verschenkter Rebound von Adonis Thomas, ein Ballverlust Hrovats. Und auf der Gegenseite NBA-Veteran Derrick Williams mit einem sehenswerten Alley-Hoop-Dunking und Maodo Lo und Nihat Djedovic fehlerlos von der Freiwurflinie. Am Ende gab es zwei Sieger: Die Bayern auf dem Parkett und die medi-Truppe in den Herzen der Fans.

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Oostende macht im Schlussviertel ernst

Oostende/Belgien. Bayreuth hat bei Oostende klar mit 62:82 verloren und kann damit das Achtelfinale in der Champions League wohl abhaken. Die Oberfranken taten sich offensiv sehr schwer und konnten im Schlussabschnitt nicht mehr mit den Belgiern mithalten.

Nur 32 Punkte - Sorgen um Mika

Bei den Bayreuthern startete Lukas Meisner für Adonis Thomas, der zunächst auf der Bank Platz nahm. In einem ausgeglichenen und kurzweiligen ersten Viertel konnte sich keines der Teams absetzen. Viele Punkte fielen nicht, aber gegen Ende des Abschnitts legte Oostende einen kleinen Zwischensprint ein und ging mit einer 18:14-Führung in die erste kleine Unterbrechung.

Der zweite Abschnitt begann mit einem kleinen Schock für medi: Bei einer Abwehraktion verletzte sich Eric Mika, er musste gestützt vom Feld gebracht werden. Es war nicht ersichtlich, was genau er sich zugezogen hatte. Das Viertel verlief fortan aus Sicht der Oberfranken sehr zäh, offensiv wollte es nicht so wirklich laufen. Im ersten Durchgang trafen die Schützlinge von Raoul Korner nur 37,5 Prozent aus dem Feld, nur drei der elf Dreier fanden den Weg ins Ziel. Die Belgier machten ihre Sache etwas besser und holten sich durch offensive Rebounds einige zweite Wurfchancen. Zur Pause führten die Gastgeber demzufolge verdient mit 38:32.

Oostende zieht im Schlussabschnitt weg

Nach der Pause kamen die Hausherren angeführt von Aufbauspieler Djordjevic gut aus der Kabine und zogen etwas weiter weg. Aber Bayreuth zeigte sich davon unbeeindruckt und kam zurück, De'Mon Brooks schloss einen Fastbreak zum 41:46 ab. Und es ging weiter mit den guten Nachrichten: Mika kehrte nach knapp fünf gespielten Minuten aufs Parkett zurück, vergab jedoch gleich zwei Freiwürfe. Aber der Neuzugang gab dem Team im dritten Viertel wichtige Impulse. Dennoch lagen die Gäste nach 30 Minuten immernoch mit vier Punkten in Rückstand (52:56).

In den Schlussabschnitt kamen die Heroes of Tomorrow sehr schleppend rein, erzielten fast drei Minuten keine Punkte, ehe Gregor Hrovat von der Linie für den ersten Zähler sorgte. Allerdings ging offensiv auch fortan fast nichts, somit zog Oostende immer weiter weg. Vier Minuten vor dem Ende lagen die Belgier somit schon mit elf Punkten vorne (67:56). Die letzten zehn Minuten gingen deutlich mit 26:10 an Oostende. medi verlor somit klar mit 62:82. Durch diese Niederlage ist die Chance auf das Achtelfinale in der Champions League sehr gering. Der Fokus gilt nun den Plätzen fünf und sechs, die zur Teilnahme am FIBA Europe Cup berechtigen. Weiter geht es für Bayreuth am Sonntag mit einem Highlight: Spitzenreiter Bayern München gastiert in der Oberfrankenhalle.

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Es wird eng in der Champions League

Bayreuth. Nach der Niederlage am vergangenen Mittwoch gegen Bologna steht medi bayreuth mit vier Siegen und sieben Niederlagen auf dem vorletzten Platz der Gruppe D. Unter die ersten Vier zu kommen und damit in der Champions League eine Runde weiter zu ziehen wird also immens schwer. Und es wird wohl nur mit drei Siegen in Folge funktionieren - nicht einmal dann ist es sicher.

Die vergangene Spielzeit hat bereits gezeigt, wie kompliziert die Rechnung in diesem Wettbewerb sein kann, denn alleine für den letzten Spieltag gab es für die Oberfranken etliche Optionen, wann sie weiterkommen und wann nicht. Drei Spieltage vor Schluss ist das Rechnen natürlich noch einmal etwas schwerer, da auch die anderen Teams vor medi noch gegeneinander spielen. Fakt ist: Spitzenreiter Bologna ist für die Korner-Schützlinge außer Reichweite. Gegen Patras wurde das direkte Duell verloren, Promitheas könnte nur noch eingeholt werden, wenn am Ende mehrere Teams punktgleich sind und es zu einem komplizierten Direktvergleich mehrerer Mannschaften kommt - dazu müssten die Griechen allerdings alle drei Begegnungen verlieren.

Besiktas, Strasbourg und Oostende weisen aktuell mit sechs Siegen und fünf Niederlagen dieselbe Bilanz auf. Klaipeda folgt dahinter mit fünf Erfolgen und sechs Niederlagen. Die Bayreuther müssen also ihre drei Spiele gewinnen, um auch das direkte Duell gegen Oostende und Klaipeda für sich zu entscheiden. Gewinnen allerdings zwei der Teams, die aktuell sechs Siege haben, noch zwei Partien, hat medi keine Chance mehr auf das Weiterkommen.

Komplexer Gesamtvergleich könnte zum Tragen kommen

Sollten drei Siege rausspringen und medi den Direktvergleich mit den Belgiern und Litauern gewinnen, dann ist die Play-off-Teilnahme dennoch nicht sicher. Mit einer Bilanz von am Ende 7-7 könnte es zu einer Konstellation kommen, in der mehrere Teams dieselbe Anzahl von Siegen und Niederlagen aufzuweisen haben. Es könnte am Ende sogar sein, dass alle Teams von Platz zwei bis sieben gleichauf sind. Es würde somit zu einem komplexen Gesamtvergleich kommen, der aktuell noch nicht auszurechnen ist.

Fünfter und Sechster spielen Europe Cup

»Ich spare mir das Nachrechnen, wir werden einfach schauen, dass wir das nächste Spiel gewinnen. Das haben wir selbst in der Hand und können es beeinflussen. Sollte es für Platz vier nicht reichen, haben wir immer noch ein Sekundärziel, in den FIBA Europe Cup hineinzurutschen und dort unser internationales Abenteuer fortzusetzen. Ich glaube auch, dass den Spielern viel daran liegt, zweimal in der Woche zu spielen und nicht sechs Tage zu trainieren, das ist Anreiz genug», betont Coach Raoul Korner und ergänzt: »Das unsere Gruppe eine Hammergruppe ist, ist kein Geheimnis. Wenn du dann die Ausfälle hast, die wir haben, bekommst du Probleme. Wir sind im Moment da, wo wir sind, das überrascht mich nicht.» Der Fünfte und Sechste der Tabelle spielen das Achtelfinale des FIBA Europe Cups.

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