Anderson macht die Überraschung perfekt

Bayreuth. medi bayreuth ist am Donnerstag eine Überraschung gelungen. Mit extrem viel Willen und Einsatz rangen die Oberfranken den großen Favoriten Alba Berlin nieder. Kyan Anderson traf den Gamewinner. Nun sind Bastian Doreth & Co. wieder voll dabei im Kampf um die Playoffs.

Alba beginnt stark – medi kommt zurück

Nach dem wichtigen Overtime-Sieg gegen Bonn wollten die Bayreuther am Donnerstag gegen Spitzenteam Alba Berlin natürlich nachlegen. Headcoach Raoul Korner bot mit Bastian Doreth, Kassius Robertson, De’Mon Brooks, Adonis Thomas und Eric Mika diesselbe Starting Five wie im letzten Spiel auf. Während medi zu Beginn offensiv große Probleme hatte, kamen die Albatrosse hervorragend in die Partie. Angeführt von Luke Sikma hatten die Gäste alles im Griff und führten nach acht Minuten bereits 21:8 – Auszeit Bayreuth. Anschließend kamen die Gastgeber etwas ran und lagen nach Viertel eins »nur» noch 12:23 zurück.

Im zweiten Abschnitt änderte sich das Bild zunächst komplett, die Bayreuther hatten den Fuß auf dem Gaspedal und kamen Punkt für Punkt ran. Nach knapp 15 Minuten hatten die Oberfranken den Rückstand auf vier Zähler reduziert (26:30). Es war nun ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Robertson nach Auszeit und einem fein aufgezeichneten Spielzug von Korner mit einem krachenden Dunk kurz vor dem Seitenwechsel auf 35:41 stellte.

Anderson zieht mit Willen zum Korb

Den zweiten Durchgang begann Bayreuth mit sehr viel Feuer und kam bis auf drei Punkte ran (44:47). Die Berliner hielten mit teilweise gutem Teambasketball dagegen, konnten sich allerdings zunächst nicht entscheidend lösen. Das änderte sich gegen Ende des Viertels, als die Albatrosse einfach wacher wirkten und durch einen Zwischensprint auf 62:52 wegzogen.

Trotz des Rückstandes glaubten die »Heroes of Tomorrow» mit der Halle im Rücken weiter an einen Sieg. Nach Brooks‘ Dreier schmolz der Rückstand nach gut zwei gespielten Minuten im Schlussabschnitt auf fünf Punkte (57:62). Es war ein völlig offener Schlagabtausch, beide Teams spielten auf einem klasse Niveau. Brooks brachte seine Farben vier Minuten vor Schluss auf 70:71 ran. Die Berliner waren zu dieser Phase nicht mehr so souverän und wackelten. Es war – wie bereits gegen Bonn – extrem eng, Kleinigkeiten waren entscheidend. Thomas stellte per Dreier 40 Sekunden vor dem Ende auf 78:79, Alba vergab anschließend. Auf der Gegenseite zog Kyan Anderson mit purem Willen zum Korb – und traf. 80:79 Bayreuth!

Nur noch 2,2 Sekunden auf der Uhr – Auszeit Alba! Die Gäste bekamen den Ball gerade so ins Spiel, Siva nahm einen wilden Dreier – und vergab! Bayreuth siegte mit 80:79 und ist plötzlich wieder voll dabei im Kampf um die Playoffs. Weiter geht es am Sonntag (15 Uhr) beim Mitteldeutschen BC.

ms


Matt Haufer, medi bayreuth

Haufer wird sportlicher Leiter bei medi

Die Professionalisierung bei medi bayreuth schreitet weiter voran. Am Dienstag gaben die Oberfranken bekannt, dass sie ab dem 1. Juni einen sportlichen Leiter installieren. Matthias »Matt» Haufer wird diese neue Position bekleiden und zusammen mit dem Headcoach die personellen Entscheidungen im Bereich Sport treffen.

Der Name Haufer ist in Bayreuth kein unbekannter. Seit 2014 ist der 38-Jährige als Scout für die »Heroes of Tomorrow» tätig. Er ist das ganze Jahr über aktiv, hilft Coach Raoul Korner bei Personalentscheidungen und schlägt dem Trainer immer wieder neue Talente, die für medi in Frage kommen, vor.

Durch diese Personalentscheidung schafft medi weitere strukturell notwendige Voraussetzungen, um das gesamte Programm langfristig noch konkurrenzfähiger aufzustellen. Man trägt so der Tatsache Rechnung, dass es im Ligaalltag einfach nicht mehr möglich ist, die Verantwortung für den immer vielschichtiger werdenden Bereich Sport alleine beim Coaching Staff zu konzentrieren. Die vielen Aufgaben in diesem Segment benötigen eine ganzjährige Fokussierung, die die Trainer aufgrund ihrer Kernfunktion überhaupt nicht im Stande zu leisten sind.

»Ein Gefühl des Ankommens»

„Dass insbesondere Raoul bei diesem Prozess federführend agierte, beweist, dass es ihm immer zuerst um die Weiterentwicklung des Standorts geht. Viele Headcoaches hätten die Schaffung eines solchen Postens vermutlich nicht zwingend begrüßt und schon gar nicht aktiv vorangetrieben», so Haufer. »Persönlich bedeutet die neue Position für mich ein Gefühl des Ankommens nach langer Reise durch den Basketballsport. Bisher war es mir nie vergönnt, mich ausschließlich meiner Kernkompetenz im sportlichen Bereich widmen zu können. Dafür bin ich extrem dankbar und ich kann es gar nicht abwarten, jetzt richtig durchzustarten und endlich loszulegen.»

Notwendig für die Nachhaltigkeit

Richtig los geht es für den neuen Mann dann am 1. Juni. Seine erste Aufgabe ist natürlich gleich die Kaderzusammenstellung für die Spielzeit 2019/20. »Ich war immer ein großer Verfechter davon, die sportliche Ausrichtung einer Organisation nicht ausschließlich an einer Person festzumachen. Für die Nachhaltigkeit des BBL-Standortes Bayreuth ist die Installation eines Sportdirektors nicht nur sinnvoll, sondern meiner Ansicht nach sogar notwendig. Ich kenne und schätze Matt seit mehreren Jahren und bin der festen Überzeugung, dass er den Traditionsstandort hier weiterbringen wird», sagt Korner.

Und auch für Geschäftsführer Björn Albrecht ist die Schaffung dieser neuen Stelle der nächste Schritt in die richtige Richtung: »Den Basketball-Standort Bayreuth nachhaltig und zukunftsfähig aufzustellen, ist eine der großen Herausforderungen für unsere Organisation und eines meiner wichtigsten Themen als Geschäftsführer des Klubs. Umso mehr freue ich mich, dass wir zusammen mit dem Aufsichtsrat diese wichtige Entscheidung einstimmig und mit großem Rückhalt getroffen haben, diese Position des Leiters Sport bei medi bayreuth zu schaffen. Mit Matt Haufer haben wir nun, nach in einem längeren Auswahlprozess, das passende Puzzlestück gefunden. Er passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Matt ist national und international mit Spieleragenturen sehr gut vernetzt und hat sich bereits im Bereich Spielerscouting und Recruiting seine Sporen verdient.»

ms


Bayreuth gewinnt Overtime-Krimi gegen Bonn

Bayreuth. Was für ein tolles Basketballspiel! medi bayreuth hat sich mit einem Heimsieg gegen die Telekom Baskets aus Bonn zurückgemeldet (84:78). Dazu brauchte es allerdings fünf Extraminuten. Kassius Robertson hatte schon die Chance zum Sieg, versenkte dann in der Overtime aber einen ganz wichtigen Dreier.

Doreth und Mika starten

Nach vier Niederlagen am Stück hat medi die Play-off-Plätze etwas aus den Augen verloren. Um doch noch unter die letzten Acht zu kommen, war ein Sieg am Sonntag gegen Bonn um Nate Linhart Pflicht. Der US-Amerikaner bekam bei seiner Vorstellung vor der Partie einen großen Applaus, er war in den vergangenen beiden Jahren in Oberfranken absoluter Publikumsliebling. Linhart nahm zunächst auf der Bank Platz. Die Bayreuther starteten mit Bastian Doreth, Kassius Robertson, Adonis Thomas, De’Mon Brooks und Eric Mika. Den besseren Start erwischte Bonn, das nach gut einer Minute schon mit 7:0 führte. Während die Hausherren noch keinen Rhythmus hatten, ging es bei den Gästen der Ball wieder unter den Korb zu Jackson. Gegen Ende des Abschnitts kamen die »Heroes of Tomorrow» (Feldwurfquote in Viertel eins nur 25 Prozent) besser auf, dennoch lagen sie nach zehn Minuten mit 14:19 zurück.

Der zweite Abschnitt begann gut aus Sicht der Bayreuther, Andi Seiferth glich die Partie nach Zuspiel von Kyan Anderson zum 19:19 aus. Es war nun eine ausgeglichene Begegnung, in der es hin und her ging. Die Bayreuther bekamen im zweiten Viertel das Problem, dass die beiden Big Man Mika und Seiferth bereits bei drei Fouls standen. Allerdings spielte das auf dem Feld zunächst keine Rolle, zur Pause stand es 39:39.

Duell auf Augenhöhe geht in die Verlängerung

Im dritten Viertel kassierte Mika schnell sein viertes Foul und musste länger auf die Bank. Aber auch ohne ihn spielten die Gastgeber mit sehr viel Herz und Einsatz. Allerdings konnte sich medi nicht wirklich absetzen. Im Gegenteil, nach einem Steal brachte Dileo die Bonner wieder knapp in Führung (28. Minute, 52:50). Doch die Bayreuther zeigten eine tolle Einstellung, fighteten mit der Halle im Rücken um jeden Ball. Somit gingen die Oberfranken mit einer knappen Führung in den Schlussabschnitt (55:54).

Die letzten Minuten begannen besser für die Telekom Baskets, die einen 6:0-Lauf auf die Platte legten. Bayreuth blieb fast drei Minuten ohne Punkt, ehe Lukas Meisner die Hausherren von der Freiwurflinie erlöste. Es war weiterhin eine enge Partie, in der Kleinigkeiten den Ausschlag gaben und es eng bis zum Ende blieb. Knapp zwei Minuten vor Schluss stand es 70:70. Brooks versenkte einen Dreier mit der Sirene und brachte die Halle zum kochen. Die Antwort hatte Bircevic, ebenfalls für drei (73:73). Bonn vergab, somit hatte Bayreuth mit dem letzten Angriff die Chance, das Spiel zu gewinnen. Robertson nahm die Verantwortung auf seine Schultern – und setzte einen wilden Abschluss an den Ring – Verlängerung! medi behält die Nerven In der Extrazeit übernahm Seiferth bei medi und stellte auf 77:73, Bonn ließ viele offene Würfe liegen und zeigte dann auch von der Freiwurflinie Nerven. Die Telekom Baskets erzielten vier Minuten gar keine Punkte, ehe Polas von der Linie zweifach traf. Im Gegenzug versenkte Robertson einen immens wichtigen Dreier und sorgte 36 Sekunden vor dem Ende für die Vorentscheidung zum 80:75. Da Mayo auf der Gegenseite einen Dreier kläglich vergab, machte Brooks von der Freiwurflinie alles klar. Am Ende siegten die Bayreuther mit 84:78 und meldeten sich zurück im Kampf um die Play-offs. Weiter geht es am Donnerstag zu Hause gegen Alba Berlin.

ms


Stammspieler wieder fit - Ersatz muss pausieren

Bayreuth. Anfang Januar war Basketball-Bundesligist medi Bayreuth gezwungen, personell nachzurüsten. Topscorer Hassan Martin verletzte sich beim Derbysieg in Bamberg, für ihn kam Eric
Mika.

Der neue Center fügte sich gut ein, wurde Spiel für Spiel vor allem in der Offensive besser. In seinen neun Begegnungen kam er im Schnitt auf 12,9 Punkte und lag damit vor dem Oldenburg-Spiel am gestrigen Abend zusammen mit Kassius Robertson auf Rang zwei der internen Korbjägerliste der Oberfranken. Nur Hassan Martin hat im Schnitt einen besseren Wert von 13,3 Zählern. Allerdings wurden sechs der neun Begegnungen, in denen Eric Mika mitspielte, verloren. Am 20. März hatte Hassan Martin dann seine Verletzung auskuriert und kehrte bei der Heimniederlage gegen Frankfurt zurück in die Starting Five der Bayreuther. Da man nach den Statuten der BBL nur sechs Ausländer einsetzen darf, blieb für Eric Mika kein Platz mehr im Kader, deswegen musste er seitdem (unser Beitrag entstand vor dem gestrigen Oldenburg-Spiel) zuschauen. »Diese leidige Diskussion, Mika rein, Mika raus. Es war klipp und klar vereinbart, dass Mika Ersatz für Hassan Martin war, der ist jetzt wieder fit», sagte Headcoach Raoul Korner mit deutlichen Worten bei der Pressekonferenz nach der Niederlage gegen Göttingen am vergangenen Sonntag.

»Ich fand die Diskussion gegenüber Andi Seiferth massiv unfair, zu sagen, er spielt nicht mehr. Man hat heute gesehen, wie wichtig er ist. Man darf auch nicht vergessen, er ist Nationalspieler, mit dem wir viel Erfolg gehabt haben. Mit Andi Seiferth waren wir zwei Spielzeiten in den Playoffs und der Champions League, er ist ein Eckpfeiler unseres kompletten Konstrukts. Und da soll ich ihn jetzt aus reinem Aktionismus auf die Bank setzen?», fragte Headcoach Raoul Korner rhetorisch.

Wen sollte Korner streichen?

Denn sollte Eric Mika wieder in den Kader rotieren, dann wären insgesamt drei Center dabei, einer von ihnen würde wohl in jedem Spiel kaum bis gar keine Minuten bekommen. Und sollte Raoul Korner den Januar-Neuzugang wieder spielen lassen, würde sich auch ein anderes Problem auftun: Welchen Ausländer streicht der Coach dann aus dem Kader? Hassan Martin, Adonis Thomas, Kassius Robertson, Gregor Hrovat, Kyan Anderson oder De’Mon Brooks müssten dann ihren Kaderplatz hergeben. »Es ist niemand konstant gut genug, dass ich sage, dem gebe ich mehr Verantwortung. Und es ist niemand schlecht genug, dass ich sage, den streiche ich komplett. Diese ganze Struktur des Teams in Frage zu stellen, halte ich für den falschen Weg», so Raoul Korner weiter.

Kein kurzfristiger Aktionismus

Für den Österreicher war es ganz klar, dass er Hassan Martin nach seiner Genesung wieder spielen lässt und den unter der Saison verpflichteten Eric Mika wieder aus der Aufstellung nimmt. »Er hat das während der Verletzung gut gemacht, jetzt ist Hassan Martin zurück und wir gehen zurück zum alten Lineup», so Raoul Korner, der noch einmal klar betont, dass er die Kritik in den letzten Wochen – vor allem an Seiferth – komplett überzogen fand: »Spieler an den Pranger zu stellen und abzuschießen, die Nationalspieler sind und noch ein Jahr Vertrag hier haben, ist der Wahnsinn. Und das ist kurzfristiger Aktionismus, der langfristig dem Team schaden würde.» Deutliche Worte, die Bayreuths Headcoach nach dem Göttingen-Spiel wählte. Die Stimmung ist angespannt, aber natürlich ist auch im Team niemand mit der aktuellen Situation zufrieden. Denn ein erneutes Erreichen der Playoffs wird in dieser Saison immens schwer.

Mirko Strässer


Gut mitgehalten - und trotzdem verloren

Oldenburg. Die Bayreuther zeigten in Oldenburg eine ordentliche Leistung und hielten mit dem Tabellenzweiten gut mit. Am Ende stand allerdings erneut eine Niederlage für medi auf der Anzeigetafel (81:90).

Mika startet – Bayreuth hält gut mit

Bei Bayreuth musste Hassan Martin verletzt passen, für ihn begann wieder Eric Mika. »Im Endeffekt können wir völlig frei in dieses Spiel hineingehen», sagte Raoul Korner vor der Begegnung mit dem Wissen, das Oldenburg der klare Favorit ist. Und genau das tat sein Team auch. Die Gäste hielten gegen den Tabellenzweiten in der ersten Hälfte sehr gut mit. Nach fünf Punkten in Folge von Adonis Thomas ging medi sogar mit einer knappen Führung in die erste Viertelpause (21:20).

Auch im zweiten Abschnitt waren die Bayreuther absolut auf Augenhöhe, hatten die Führung zwischenzeitlich sogar etwas ausgebaut. Aber die Gastgeber beendeten das Viertel stark, legten einen 7:0-Lauf aufs Parkett und gingen mit einer 42:40-Führung in die Kabine.

Oldenburg macht ernst

Im dritten Abschnitt erhöhte Oldenburg dann die Schlagzahl und zog schnell weiter weg. Die Offensive um Ricky Paulding & Co. lief nun wie am Schnürchen, die Bayreuther hatten defensiv Probleme. Nach 26 zugelassenen Zählern in Viertel drei lag medi nach 30 gespielten Minuten mit zehn Punkten zurück (58:68).

Aber an aufgeben war bei den »Heroes of Tomorrow» nicht zu denken. Mika führte sein Team offensiv an, somit stand es schnell nur noch 70:73. Die Bayreuther hielten zwar gut mit, kamen aber nicht weiter ran beziehungsweise vorbei. Offensiv ließ die Mannschaft von Korner – auch von der Freiwurflinie – zu viel liegen. Die EWE Baskets zeigten, wie ausgebufft sie sind und spielten sehr solide. Nachdem Cummings gut eine Minute vor dem Ende zum Korb zog und auf 86:77 stellte, war die Begegnung entschieden. Am Ende stand es 90:81 für den Favoriten. Weiter geht es für Bayreuth am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Bonn.

ms


Bayreuth verliert auch gegen Göttingen

Bayreuth. Jetzt wird es langsam ganz eng mit dem Playoffs. Bayreuth hat nach der Niederlage in Bremerhaven auch zu Hause gegen Göttingen verloren (75:78). Kassius Robertson hätte das Spiel noch in die Verlängerung schicken können, aber sein Dreier fand den Weg leider nicht ins Ziel.

medi tut sich schwer – Michael Stockton stark

Die Bayreuther hatten nach der Niederlage bei Schlusslicht Bremerhaven in eigener Halle natürlich etwas gutzumachen. Headcoach Raoul Korner forderte vor der Begegnung: »Es geht darum, als Team wieder in die Spur zu kommen, als Team zu beweisen, dass wir mehr drauf haben als die letzten Leistungen vermuten lassen und dass wir uns noch nicht aufgegeben haben.» Aber den besseren Start erwischte Göttingen, das schnell mit 9:3 in Führung ging. Doch medi kämpfte sich in diese so wichtige Begegnung rein. Offensiv hatten die Gastgeber zunächst Probleme, aber das besserte sich im Laufe des Viertels. Am Ende des Abschnitts brachte Kyan Anderson seine Farben per Dreier sogar mit 20:19 in Führung.

Nach der ersten Viertelpause kamen die Gäste mir sehr viel Energie aufs Feld zurück und zogen zunächst etwas weg, doch dann blieb Bayreuth dran. Bei Göttingen übernahm mehr und mehr Michael Stockton (mit zwölf Punkten Topscorer der ersten Hälfte), der Bruder von medis David. Bei der BG fielen in den zweiten zehn Minuten auch die Dreier viel besser als im ersten Abschnitt. Somit führte Göttingen nach gut 18 Minuten mit 40:35 – Raoul Korner reagierte und nahm eine Auszeit. Besser wurde es bis zur Pause nicht, durch einen unnötigen Ballverlust der Hausherren wuchs der Rückstand kurz vor der Halbzeit gar auf sieben Zähler an (35:42).

Robertsons Dreier passt nicht

Die Halbzeitansprache von Korner schien gefruchtet zu haben, denn nach nur zwei Minuten hatten die »Heroes of Tomorrow» den Rückstand egalisiert. Bei Göttingen ging offensiv zunächst wenig, aber dann kippte das Momentum wieder etwas und die Gäste schlugen mit einem 5:0-Lauf zurück. Es blieb weiterhin ein offener Schlagabtausch auf Augenhöhe. Aber dann drückten die Gäste wieder aufs Gaspedal, Stockton stellte 1:34 Minuten vor Viertelende auf 60:53 – Auszeit Bayreuth! Immerhin kamen die Oberfranken anschließend etwas ran, allerdings gingen sie immernoch mit einem Rückstand von sechs Punkten (57:63) in den Schlussabschnitt.  Lange Zeit kam Bayreuth nicht wirklich ran, doch dann trafen Nik Raivio und Kassius Robertson je einen Dreier und brachten die Hausherren mal wieder in Führung (72:71).

Es war eine ganz enge Partie auf Messers Schneide, die Halle war voll da und feuerte ihr Team an. Andrics Dreier zwei Minuten vor dem Ende brachte Göttingen wieder mit 74:72 in Front. Carter legte kurz danach nach tollem Zuspiel von Stockton nach (76:72). Nach einer Auszeit von Korner leisteten sich seine Schützlinge anschließend einen teuren Ballverlust. Aber auch Stockton gab den Ball wieder her, es war noch alles drin. Adonis Thomas setzte anschließend den Dreier durch die Reuse – 75:76, bei nur noch 33 Sekunden auf der Uhr! Auf der Gegenseite behielt Stockton die Nerven, zog zum Korb und stellte auf 78:75. Bayreuth blieben nur noch 9,6 Sekunden – Korner nahm erneut eine Auszeit. Das letzte Play lief für Robertson, der bekam einen völlig offenen Dreier, aber der Ball kullerte am Ring entlang und ging raus – Schluss, Göttingen siegte mit 78:75! Nun wird es für die Oberfranken ganz eng mit dem Playoffs. Weiter geht es am Samstag (20.30 Uhr) mit dem schweren Gastspiel in Oldenburg.

ms


Hommage an den Bayreuther Basketball

Bayreuth. »111 Gründe, medi Bayreuth zu lieben»: Diese Hommage an den Bayreuther Basketball schrieb der aus Bayreuth stammende Sportjournalist Dino Reisner.

Autor Dino Reisner las aus neuem Buch »111 Gründe, medi Bayreuth zu lieben»

Einer exklusiven Lesung durch den Autor persönlich lauschten am Mittwoch Abend etliche ehemalige und aktuelle Basketballer und Funktionäre sowie medi-Edelfans und langjährige Wegbegleiter des Basketballs in der Wagnerstadt.

Die Besucher zeigten sich von den vielen unterhaltsamen und fachlich fundiert geschilderten Anekdoten in dem neuen Buch begeistert. Die Leser erhalten einen spannenden Einblick in die Historie des Basketballs in Bayreuth seit den 1970er-Jahren.

rs


Raoul Korner, medi bayreuth

Bayreuth verliert beim Schlusslicht

Bremerhaven. Rückschlag im Kampf um die Playoffs: Bayreuth musste am Samstagabend eine bittere Niederlage beim Tabellenletzten Bremerhaven einstecken (75:83). Dabei kam medi eigentlich gut in die Partie, doch speziell im zweiten Durchgang zeigten die Hausherren mehr Willen, das Spiel gewinnen zu wollen.

Bayreuth kommt gut rein

Die Bayreuther kamen gut in die Begegnung. In der Offensive lief es gefällig, die Defensive stand gut. Somit war es nicht verwunderlich, dass die Gäste nach zehn gespielten Minuten klar mit 26:14 vorne lagen. Aber im zweiten Viertel kam Bremerhaven besser auf. Die Gastgeber spielten nun mit mehr Willen und machten es den Oberfranken schwerer. Den Gästen gelangen in diesem Abschnitt nur 14 Punkte, somit konnten die Eisbären den Rückstand auf vier Zähler reduzieren (36:40).

Bremerhaven will es mehr

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber gut aus der Kabine, machten den Rückstand wett und führten zwei Minuten vor Viertelende mit 58:56. Es ging in diesem Abschnitt hin und her, vor dem letzten Viertel lag Bremerhaven knapp mit 60:59 vorne.

Und im Schlussviertel kam eindeutig zu wenig aus Sicht der Bayreuther, die sich eigentlich im Kampf um die Playoffs beim Tabellenletzten keinen Ausrutscher erlauben durften. Vorne fielen nicht mehr so viele Würfe, die Eisbären hielten mit viel Kampf dageben und lagen vier Zeigerumdrehungen vor dem Ende mit 73:66 vorne. Aber medi kam nochmal, verkürzte auf 70:73. Turner brachte die Hausherren schließlich wieder mit sechs Punkte in Front (78:72), es waren nur noch 74 Sekunden zu Spielen. Nach einer Auszeit verkürzte Kassius Robertson mit einem wilden Dreier. Im folgenden Angriff der Gastgeber war Roaul Korner mit einer Schiedsrichterentscheidung nicht einverstanden und kassierte ein technisches Foul. Ärgerlich, denn mit dem Freiwurf zogen die Eisbären auf vier Punkte weg. Da auch der folgende Angriff erfolgreich war, stand der Sieg des Außenseiters fest, der sich am Ende mit 83:75 durchsetzte. Für die Bayreuther ein herber Rückschlag im Kampf um die Playoffs, denn dieser Sieg war eigentlich eingeplant. Weiter geht es am nächsten Samstag (20.30 Uhr) zu Hause gegen Göttingen.

ms


Wir stellen die medi-Geschäftsstelle vor

Die Zuschauer strömen in die Oberfrankenhalle, feuern die Basketballer von medi bayreuth an und erleben ein packendes Event live vor Ort mit. Die Organisation in der Halle ist perfekt, sei es nun Einlasskontrollen, LED-Anzeigen, Verkäufe von Fanartikeln oder das Auslegen der Klatschpappen auf den Plätzen. So finden die Fans die Halle vor. Doch das alles so klappt und sämtliche Abläufe ineinandergreifen, erfordert viel Arbeit. Unter anderem dafür ist das Team der Geschäftsstelle der Bayreuther zuständig.

Insgesamt besteht die Geschäftsstelle aus acht Mitarbeiten, mit Geschäftsführer Björn Albrecht an der Spitze. Im Office hat jeder seinen Bereich. Weitere sieben Mitarbeiter sorgen dafür, dass alles reibungsfrei läuft: Johannes Feuerpfeil (Organisation und Merchandise), Daniela Brendel (Ticketing und Vertrieb), Michaela Kurzer (Buchhaltung), Tomas Kanovsky, Christian Frank (beide Marketing & Vertrieb), Andreas Heerdegen (Event- und Teammanagement) und Sven Ammon (Öffentlichkeitsarbeit).

Gemeinsame Event-Planung

Vom Office-Team wird auch der Fanshop betreut, der sich direkt bei der medi-Geschäftsstelle in der Brunnerstraße befindet. Unter der Woche ist das Team dort zu finden, an Spieltagen sind alle Mitarbeiter mit verschiedenen Aufgaben in der Halle vor Ort. Aktionen wie beispielsweise das Faschingsspiel plant das ganze Team zusammen. »Da überschneiden sich die Bereiche. Deswegen setzen wir uns im ganzen Team zusammen, jeder bringt Ideen und Vorschläge ein», erzählt Johannes Feuerpfeil. Ansonsten hat jeder seine speziellen Aufgaben. Andreas Heerdegen koordiniert beispielsweise sehr viel im Ablauf der Heimspiele, dass die Halle hergerichtet wird, die LED-Banden funktionieren und die Tribünen passen. Pressetermine oder Interviewanfragen laufen über Sven Ammon. Autogrammstunden organisieren meist die Kollegen Tomas Kanovsky und Christian Frank vom Vertrieb. Auch Fananfragen bezüglich Autogrammen werden immer gerne beantwortet. Um nur mal einige Aufgaben der Geschäftsstelle zu nennen. »Es ist sehr familiär, man hat kurze Kommunikationswege, das ist schon ein Vorteil», berichtet Feuerpfeil.

Unterstützung der Spieler

Was auch ein wichtiger Tätigkeitsbereich der Geschäftsstelle ist, ist die Unterstützung der Spieler. Gerade wenn Amerikaner im Sommer neu nach Bayreuth kommen, hilft das medi-Team den Neuzugängen. »Sei es nun der Kontakt mit der Meldebehörde oder dem Ausländeramt, da helfen wir natürlich mit. Wir unterstützen die Spielern in sämtlichen Bereichen, gerade wenn sie eben neu hier sind. Es herrscht ein enger Kontakt zwischen uns Mitarbeitern und den Spielern», sagt Feuerpfeil. Es ist also einiges zu tun für die Mitarbeiter von medi bayreuth. Und eines ist klar: Das Team hinter dem Team ist ebenfalls immens wichtig für den Erfolg – und die gute Arbeit auf der Geschäftsstelle zeigt den guten Weg, auf dem sich die Oberfranken seit Jahren befinden.

Mirko Strässer


Die beiden medi-Spieler Andi Seiferth und De'Mon Brooks hatten Spaß.

Brooks wird Topscorer im Allstar-Game

Trier. Am Wochenende pausiert die Bundesliga, Grund dafür ist der Allstar-Day 2019 in Trier. Mit De’Mon Brooks und Andi Seiferth waren auch zwei Spieler aus dem Kader von medi bayreuth dabei. Einer davon wurde sogar Topscorer im Allstar-Game.

Brooks wurde erst etwas später nachnominiert, durfte aber gleich auch am Dreier-Wettbewerb teilnehmen. In der ersten Runde legte die Nummer 24 von medi 17 Punkte auf, damit qualifizierte er sich zusammen mit per Günther und Philipp Schwethelm für das Finale. Dort konnte der Bayreuther allerdings nicht an seine gute Form aus der Vorrunde anknüpfen, kam nur auf elf Punkte. Den Titel im Dreierwettbewerb holte sich Ulms Günther, der mit langer Hose antrat, mit 22 Zählern.

Anschließend stand der Dunking-Contest auf dem Programm, dieser lief ohne Bayreuther Beteiligung ab. Vechtas Austin Hollins, der sich im Finale gegen Ludwigsburgs Aaron Best durchsetzte, holte sich dort den Titel.

Brooks erzielt 34 Punkte

Am Ende wartete wie immer das Allstar-Game, in dem Team National gegen Team International antrat. Hier trafen auch die beiden medi-Spieler Seiferth und Brooks direkt aufeinander. Und der US-Amerikaner bekam mehr und mehr Spaß an dieser Veranstaltung, stopfte Ball um Ball in die gegnerische Reuse. Mit 23 Punkten war der Forward zur Halbzeit Topscorer.

Nach dem Seitenwechsel ging es weiter munter hin und her, bekanntermaßen wurde die Defensive nicht so ernst genommen. Somit endete die Begegnung 142:142. Der Dreier-Shootout musste nun die Entscheidung bringen, Ismet Akpinar traf den entscheidenden Wurf und sorgte für den 151:48-Sieg von Team National. Der Ulmer wurde anschließend auch zum MVP gewählt. Topscorer war allerdings ein anderer, Brooks legte 34 Punkte aufs Parkett (in 22:01 Minuten). Seiferth bekam 19:53 Minuten Spielzeit, kam dort auf zehn Punkte und sechs Rebounds.

ms