Brose Bamberg: Krimi mit Happy-End

BAMBERG. In einem wahren Krimi besiegte am Dienstag Abend Brose Bamberg in der Basketball-Bundesliga die JobStairs Gießen 46ers mit 89:87 (39:38). Für das Team von Headcoach Johan Roijakkers bedeutet dies den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel. Besonders war die Begegnung aber auch deshalb, weil nach rund eineinhalb Jahren erstmals wieder Zuschauer bei einem Pflichtspiel dabei sein durften: 3.033 Zuschauer konnten in der Brose Arena begrüßt werden.

Das ausgeglichene erste Viertel gewannen die Bamberger mit 17:14. Auch der zweite Abschnitt verlief zunächst ausgeglichen. Mitte des Viertels setzten sich die Gastgeber etwas ab und lagen mit acht Zählern (34:26) vorne. Gießen kam jedoch postwendend zurück, nach einer 3:12-Serie führten die Gäste plötzlich mit 37:38. Zwei Freiwurftreffer von Justin Robinson sorgten immerhin noch für die 39:38-Pausenführung der Bamberger.

Anzeige

Im dritten Abschnitt setzte sich Bamberg zunächst erneut leicht mit sieben Punkten ab (51:44). Gegen Ende des Viertels kamen die Gäste erneut auf und gingen nach zwei Dreiern von Brayon Blake mit 60:61 in Führung. Auch zum Viertelende lag Gießen mit 64:65 vorne. Zu Beginn des letzten Abschnitts verkrampften die Bamberger dann total. Gießen ging mit 14 Punkten in Führung (64:78) und die Fans hatten nicht mehr viel Hoffnung auf einen guten Ausgang der Partie. Dann starteten die Bamberger jedoch, angeführt von dem überragenden Omar Prewitt (Topscorer mit insgesamt 32 Punkten) eine Aufholjagd. Obwohl die Bamberger in der Crunchtime insgesamt sechs Freiwürfe verwarfen, gelang es trotzdem, 12,7 Sekunden vor Schluss nach einem Freiwurftreffer von Justin Robinson mit 87:85 in Führung zu gehen. Jetzt hatte Gießen den Ball und 7,5 Sekunden vor Schluss gelang Phillip Fayne mit einem Dunk der 87:87-Ausgleich. Nach der folgenden Auszeit  durfte Bamberg in der Gießener Hälfte einwerfen. Der folgende Spielzug war erfolgreich, 0,5 Sekunden vor Schluss gelang Omar Prewitt der viel umjubelte Korb zum 89:87-Sieg.

„Wir wussten, was auf uns zukam. Gießen hatte am ersten Spieltag am Sonntag sehr physisch gegen Bayreuth gespielt, war sehr dominant am Ring. Drei Viertel war dennoch alles einigermaßen gut. Einzig: Wir hatten Schwierigkeiten den offenen Dreier zu treffen. Daher war es vor dem Schlussabschnitt ein knappes Spiel. Dann haben wir etwas unseren Game Plan vergessen. Gießen ist physischer geworden, hat einige Offensivrebounds geholt. Allerdings konnten wir dann ein tolles Comeback feiern – und plötzlich war Freak City voll da, hat uns getragen und dafür gesorgt, dass wir das Spiel am Ende gewonnen haben – danke an die Fans, danke an meine Mannschaft!”, zeigte sich Headcoach Johan Roijakkers nach der Partie begeistert.

Das nächste Spiel der Bamberger ist am kommenden Sonntag um 20.30 Uhr im BBL-Pokal bei Bayern München. rs