Bis zum Ende der Wechselfrist am 15. Februar will der BBC Bayreuth seine Mannschaft in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA nochmals verstärken, um mit allen Mitteln den Klassenerhalt in der ProA zu schaffen. Das Trainerteam mit Headcoach Lukas Hofer und seinem Assistenten Nils Scheller genießt weiterhin Vertrauen. Allerdings hängt niemand an seinem Posten und der Club muss an oberster Stelle stehen. Diese Hauptaussagen traf BBC Bayreuth-Geschäftsführer Friedrich Hartung in einer Stellungnahme zur Situation des Basketball-Standortes Bayreuth nach der 65:99-Niederlage am vergangenen Sonntag bei den Bayer Giants Leverkusen, durch die das Team endgültig bis zum Hals im Abstiegskampf steckt.
Die vielen Kommentare in den sozialen Netzwerken nach dem Spiel in Leverkusen zeigen, wie vielen langjährigen Fans der Basketball in Bayreuth am Herzen liegt. Die Stellungnahmen auf facebook waren allesamt sehr kritisch. Der Klassenerhalt wurde in Zweifel gezogen und vielfach wurde gefordert, einen neuen, im Abstiegskampf erfahrenen Trainer zu verpflichten. Auch Carl Steiner, jahrzehntelanger Macher und Mäzen des Bayreuther Basketballs meldete sich zu Wort und bezeichnete das Spiel in Leverkusen wie folgt: „Das war das Schlimmste, was ich in 42 Jahren Bayreuther Basketball gesehen habe und es bleibt immer noch die Frage offen wie wird es besser. Es wurden schon Spieler und Trainer ausgetauscht, das gleiche nochmal? Wie ist sicher gestellt, dass es dann besser ist als bei den ersten Trades und nicht nur wieder Geld verbrannt wird?”. Dies ist sicher der Maßstab, an dem sich die aktuellen Verantwortlichen des BBC messen lassen müssen
Friedrich Hartung führte nun Folgendes aus: „Nach dem Spiel fanden Gespräche mit den Trainern, den Mannschaftskapitänen und mit dem Aufsichtsrat statt. Demnach kam man zum Ergebnis, dass die Trainer alles aus der Mannschaft rausholen und eine gute Arbeit machen. Dies werde auch aus den Reihen der Mannschaft bestätigt. Allerdings müsse dies auch aufs Parkett gebracht werden”. Die Vergangenheit habe auch gezeigt, dass man nicht in der Lage sei, Ausfälle ausreichend zu kompensieren. Daher soll noch einmal bis zum Transferschluss am 15. November nachverpflichtet werden, um der Mannschaft mehr Breite und Qualität zu geben.
Neben der Verletzung von Co-Mannschaftskapitän Moritz Plescher habe sich noch eine weitere Verletzung eines Akteurs ereignet, zu der man aber die finale Diagnose abwarten müsse. Eine Verstärkung sei daher unabdingbar.
Der Klassenerhalt in der ProA müsse mit allen Mitteln erreicht werden. Hierzu müssten alle Beteiligten zusammenstehen. Die Fans müssten wieder abgeholt werden. Am Ende sei Basketball Ergebnissport. Jetzt gelte: Jeder müsse sich voll reinhängen. Der Ernst der Lage muss von allen Spielern erkannt werden. Neben dem Kampf und dem Zusammenhalt der Mannschaft müssten jetzt Ergebnisse kommen. Der gesamte Standort müsse jetzt seine wirkliche Stärke zeigen. Ein Abstieg in die ProB brächte niemandem etwas. Jetzt müsse der Zusammenhalt demonstriert werden.
Hinsichtlich der wirtschaftlichen Situation erklärte Hartung, dass der BBC in der kommenden Saison der ProA erstmals seit dem Abstieg aus der BBL von Anfang an mit einem ausgeglichen Etat starten und sich nach oben arbeiten könne. Hier schaue es absolut positiv aus. Jetzt müsse die sportliche Grundlage geschaffen werden. Nächstes Heimspiel ist am Sonntag, 1. Februar, um 15 Uhr gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim.
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