Bayreuth verliert auch gegen das Schlusslicht

Crailsheim. Sechste Liganiederlage in Folge für Bayreuth: Nach einer guten ersten Hälfte hat medi leider auch in Crailsheim mit 90:97 verloren. Die Gastgeber kamen nach dem Seitenwechsel mit sehr viel Schwung aus der Kabine, die Gäste spielten dagegen eine schwache zweite Hälfte. Für die Oberfranken ist das ein herber Rückschlag im Kampf um die Play-off-Plätze.

Anderson startet, Robertson läuft heiß

Im zweiten Spiel stand Neuzugang Kyan Anderson gleich in der Starting Five, Basti Doreth rutschte dadurch auf die Bank. Und medi begann fulminant, führte nach nicht einmal eineinhalb Minuten schon mit 8:0. Nach einer Crailsheimer Auszeit kamen die Hausherren im Spiel an – und hatten die Begegnung plötzlich auf 12:11 gedreht. Fortan ging es hin und her, die Gäste schlossen das Viertel gut ab und führten dank vier Punkten von Andi Seiferth mit 26:11.

Seiferth war auch der Akteur, der zu Beginn des zweiten Abschnitts immer wieder gesucht wurde und einige Punkte machte. Die »Heroes of Tomorrow» konnten sich etwas absetzen, ehe die Gastgeber wieder rankamen. Doch die Oberfranken waren das bessere Team, speziell Kassius Robertson lief nun heiß und traf von der Dreierlinie wie er wollte. Alle vier Würfe des Shooters von downtown fielen, einer sogar mit Foul. Der Kanadier hatte zur Halbzeit bereits 19 Punkte im Boxscore stehen und war damit maßgeblich an der 52:42-Führung der Bayreuther zur Pause beteiligt.

Crailsheim kommt stark aus der Kabine

Während der Start der ersten Hälfte den Gästen gehörte, kamen nach der Pause die Hausherren wesentlich bessere rein und legten einen 7:0-Lauf aufs Parkett. Bayreuth hatte nun offensiv mehr Mühe als vor dem Seitenwechsel, Crailsheim kam zwischenzeitlich sogar zum Ausgleich. Mittlerweile war es eine ausgegelichene Partie in der medi vor dem Schlussabschnitt knapp mit 66:64 führte.

Die Bayreuther hatten sich für das letzte Viertel etwas vorgenommen und starteten gut, nach dem Korbleger von Anderson führte der Gast mit 78:70. Aber wie so oft in dieser Partie folgte auf einen guten Lauf des einen Teams ein guter Lauf des anderen Teams. Crailsheim gab die richtige Antwort und lag dreieinhalb Minuten vor dem Ende knapp mit 83:82 vorne. Es lief alles auf ein packendes Finale hinaus – in dem die Gäste leider das schlechtere Ende für sich hatten. Für Crailsheim versenkte Wysocki wichtige Dreier, zudem holten die Gastgeber gute Offensivrebounds. 24 Sekunden vor dem Ende stellte Sherman Gay auf 93:88 für den Tabellenletzten – das war schlussendlich die Entscheidung, Crailsheim setzte sich nach 40 Minuten mit 97:90 durch. Jetzt ist erst einmal etwas Pause, weiter geht es erst am 1. März mit Bayreuths Heimspiel gegen Jena.

ms