Bayreuth Tigers: Ein Zähler gegen die Frankfurter Löwen bleibt in der Wagnerstadt

BAYREUTH – Der Atem der Bayreuth Tigers ist wieder zu spüren: Durch eine 2:3-Niederlage nach Penaltyschießen gegen die zuletzt bärenstarken Löwen aus Frankfurt konnten die Schützlinge von Petri Kujala den Abstand auf den 8. Tabellenplatz der DEL 2 und den dort postierten ETC Crimmitschau auf nur noch sieben Punkte verkürzen. Das bittere dabei: Es wären auch zwei oder sogar drei Zähler möglich gewesen.

Was die Zuschauer an den Bildschirmen zu sehen bekamen, war dabei ein von Anfang an für Feinschmecker geeigneter Leckerbissen. Zwar fehlten ein Drittel lang die Tore als Salz in der Suppe, aber was beide Kontrahenten auf die Eisfläche zauberten, war für Respektsbekundungen tauglich. 14 Minuten lang dominierten die Frankfurter die Szenerie, schienen gedanklich immer einen Tick schneller und fuhren unzählige saubere Checks, die den Tigers das Leben im offensiven (und nicht nur da!) Drittel immens schwer gestalteten. Das Überraschungsmoment dabei: Die unheimlich couragiert und selbstbewusst auftretenden Kujala-Schützlingen ließen es sich nach dem fulminanten Sieg vom Sonntag nicht nehmen, eine ebensolche Spielweise an den Tag zu legen. Die sonst oftmals so brav wirkenden Tiger fuhren reihenweise kleine (und ebenfalls saubere) Checks und sorgten damit für eine höchst ansehnliche Partie. Und belohnten sich. In den finalen Minuten des Startabschnitts kippte das Momentum und die Bayreuther hatten ein fast schon klares Übergewicht.


Järveläinen macht weiter, wo er aufgehört hat

Im Mitteldrittel schlug einmal mehr die Stunde von Topscorer Ville Järveläinen. In die Rubrik der kuriosen Treffer fiel dabei sein erstes Tor. Impulsiv tankte er sich durch die Abwehrreihen der hessischen Gäste und servierte das Spielgerät punktgenau auf den Aussenrist von Erk – von dessen Schlittschuh trudelte der Puck über die Linie. Seine Fähigkeiten ließ er auch vor seinem zweiten Treffer eindrucksvoll aufblitzen. Butterweich legte er die Hartgummischeibe in Richtung Goalie Klein, den gerade noch von ihm abgewehrten Schuss bugsierte der Torschütze vom Dienst willensstark selbst ins Netz. Noch in den Torjubel hinein schlugen die Frankfurter aber zurück. Die formstarken Hessen kamen durch Proft zum Anschluss. Und sie legten in einem weiterhin offenen Spiel im Schlussabschnitt nach. Mit einem feinen Handgelenksschuss sorgte Collberg für den Ausgleich. Und die Partie wogte weiter hin und her. Beide Farben hatten beste Möglichkeiten, den Siegtreffer zu markieren. Doch der wollte keinem mehr in der regulären Spielzeit gelingen. Überragend dabei Tigers-Goalie Timo Herden, der nicht nur einen Hochkaräter parierte, während seine Vorderleute mehrere ordentliche Situationen nicht nutzen konnten. In der Overtime war es Herdens Pendant Patrick Klein, der die Löwen mit starken Saves weiterhin auf den Zusatzpunkt hoffen ließ. Und den sicherte 15 Sekunden vor Schluss in der Overtime Maximilian Faber, der von Collberg in Aktion gespielt den Siegtreffer erzielte.

Bayreuth: Herden, Wölfl, Zimmermann Nico – Pokovic, Schmitz, Davis, Schug, Karlsson – Rajala, Davidek, Kolozvary, Meisinger, Lilich, Bindels, Zimmermann Tim, Nix, Schumacher

Frankfurt: Klein, Kucis – Sonnenburg, Stephan, Erk, Hüttl, Mitchell, Faber, Wirt – Schinko, Eisenmenger, Darren Mieszkowski, Lewandowski, Dmitriev, Mike Mieskowski, Collber, Kretschmann, MacAulay, Kerbashian

Tore: 1:0 (23.) Järveläinen, 2:0 (26.) Järveläinen (Bindels, Rajala), 2:1 (26.) Proft (Schinko), 2:2 (49.) Collberg (Kerbashian, Faber),

Schiedsrichter: Hinterdobler, Westrich – Zettl, Züchner.

Strafzeiten: Bayreuth 4, Frankfurt 4. Penalty: Bayreuth 0/2, Frankfurt 0/2.

Zuschauer: keine.