Bayreuth Tigers: Dritte Niederlage in Folge

RAVENSBURG – Das hatten sich die Bayreuth Tigers anders vorgestellt. Bei den Ravensburg Towers unterlagen die Tigers 3:5 und kassierten damit in der DEL 2 die dritte Niederlage in Serie.

Zwei Drittel lang war es schwere Kost, die die Wagnerstädter auftischten. Ravensburg machte das Spiel und kreierte Chance um Chance. Einzig Timo Herden, der oft mit starken Paraden reagierte bzw. reagieren musste, war es zu verdanken, dass man im Spiel blieb. So dauerte es bis kurz vor der ersten Drittelpause – nachdem Ketterer, Sarault zwei Mal in Folge, Dosch und Bettauer beste Gelegenheiten hatten – bis die Towerstars Herden bezwingen konnte. Und dies in Folge einer Unterzahl, als Bindels die Strafbank drückte und der auffällige Stachowiak, der per Förderlizenz aus Ingolstadt den Kader der Towerstars verstärkte, die Scheibe aus dem Gewühl vor dem Tor über die Linie stochern konnte. Die einzig nennenswerte Chance auf Seiten der Tigers in diesem Abschnitt vergab man mit etwas Pech als Pruden nach 14 gespielten Minuten bei einem Nachschuss die Scheibe an die Latte hämmerte.


Herden als Fels in der Brandung

Auf Timo Herden war auch im Mittelabschnitt Verlass. Er hielt seine Farben auch in einer doppelten Unterzahl mit guten Saves im Spiel. Besser machten es die Tigers in Überzahl: Järveläinen netzte (direkt nach Ablauf der Strafzeit) ein und konnte ausgleichen Doch die Freude währte nicht lange. Hatte man sich zum Schlussabschnitt vorgenommen, jetzt aktiver das Spiel zu gestalten, musste man gleich eine kalte Dusche nehmen. Stachowiak war es, der nach wenigen Sekunden traf und damit zunächst den gewünschten Angriffsmodus auf Seiten der Tigers durchkreuzte. Es folgte trotzdem die beste Phase der
Tigers, in einem Spiel, bei welchen man nicht viele Gelegenheiten für sich verbuchen konnte. Ein Überzahltreffer durch Stiefenhofer, der im Slot die Scheibe über die Linie bugsierte, folgte nur 13 Sekunden später der Ausgleichstreffer, dem nach einem harten Schuss von Järveläinen noch vom Körper
Kretschmanns eine kleine Richtungsänderung mitgegeben wurde. Ein Strafe, die gegen Meier ausgesprochen wurde, nutzten die Towerstars nur kurz darauf zur erneuten Führung und machten damit die Hoffnung der Tigers, etwas aus BadenWürttemberg mitnehmen zu können, schon fast zu Nichte.
Denn so sehr man sich bemühte, die Angriffsmaschinerie der Towerstars war nach einer kurzen Phase wieder voll da. Mayer, Saakyan und Stachowiak, der den Pfosten anvisierte, vergaben beste Möglichkeiten. Erst Zucker, der das verwaiste Tor der Tigers ansteuerte und mit einem EmptyNetTreffer
den Sack zumachte, war dann wieder erfolgreich.
„Es war ein verdienter Sieg für Ravensburg. Wir waren die ersten zwei Drittel praktisch nicht auf dem Eis.
Sind dann im letzten Abschnitt zurückgekommen und konnten ausgleichen. Leider haben wir dann eine etwas dämliche Strafe genommen und Ravensburg hat sich das Spiel zurückgeholt, so Petri Kujala kurz nach der Partie.

Ravensburg: Langmann, Salvarani Dronia, Ketterer (2), Bettauer, Sezemsky, Pfaffengut (2), Eichinger Hlozek, Saakyan, Mayer, MacDonald, Hessler, Dosch, Herr, Sarault, Czarnik (2), Dietz, Zucker, Stachowiak
Bayreuth: Herden, Steinhauer, Nico Zimmermann Gabriel, Pokovic (2), Pruden (2), Meisinger, Davis, Stiefenhofer (2) Hohmann, Ratmann, Kolozvary, Järveläinen, Ribarik, Bindels (2), Tim Zimmermann, Kretschmann, Schumacher, Meier (2), Pither, Cabana

Schiedsrichter: Schütz, Sicorschi Höck, van der Heyd

Zuschauer: 1.551

Strafen: Ravensburg: 6, Bayreuth: 10; PP: Ravensburg: 2/5, Bayreuth: 1/3

Torfolge: 1:0 (20.) Stachowiak (Sarault, MacDonald) PP1, 1:1 (30.) Järveläinen (Kolozvary, Davis), 2:1 (39.) Dietz (Zucker, Mayer), 3:1 (41.) Stachowiak (Czarnik), 3:2 (45.) Stiefenhofer (Pither, Ratmann) PP1, 3:3 (45.) Kretschmann (Meisinger, Järveläinen), 4:3 (48.) Saakyan (Bettauer, Czarnik) , 5:3 (60.) Zucker (Dietz, Dronia)
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