Altstadtbad muss schnell saniert werden

BAYREUTH. Für viel Unmut sorgte die Nachricht, dass das Altstadtbad die nächsten Jahre voraussichtlich geschlossen bleibt. Entsprechend groß war das Interesse an der Infoveranstaltung zu diesem Thema.

Eingeladen hatte der SPD Ortsverein Bayreuth West. Im brechend vollen Glenk Saal stellten sich der OB-Kandidat der Bayreuther SPD, Andreas Zippel sowie der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Bauske und die dritte Bürgermeisterin, Dr. Beate Kuhn, der Diskussion. Auch Vertreter von FDP, Junges Bayreuth, Bayreuther Gemeinschaft und CSU waren anwesend und hatten Gelegenheit ihre Position darzustellen.

„Das Altstadtbad ist gerade für Familien mit schmalem Geldbeutel eine wichtige Freizeiteinrichtung“ betonte die SPD Ortsvereinsvorsitzende, Valentina Dumitru, in ihrer Begrüßung. Über die schleppende Informationspolitik der Stadt klagte Thomas Bauske. Seit September letzten Jahres sei klar, dass eine Generalsanierung notwendig ist. Er wirft der amtierenden Oberbürgermeisterin vor den Stadtrat nicht einzubinden und Informationen unter der Decke zu halten.

„Mit einer Liegewiese im Sommer lassen wir uns jedenfalls nicht abspeisen“, meinte die Stadträtin und 3. Bürgermeisterin Beate Kuhn, die in der Altstadt lebt und arbeitet und weiß wie wichtig das Altstadtbad für die Menschen vor Ort ist. „Ich bin selbst Anwohner und habe zwei kleine Kinder, die im richtigen Alter wären, um im Altstadtbad zu schwimmen“, sagte SPD Stadtratskandidat Oliver Gschwender, der die anschließende Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern moderierte.

In den zahlreichen Wortbeiträgen der Teilnehmer klang großes Unverständnis an, dass die geplante Sanierung so lange dauern soll. Im Gespräch war bislang ein Beginn frühestens im Jahr 2023. Auch die mit 3,5 Mio. € recht hohen Kosten wurden kritisch hinterfragt. Man brauche keine Luxussanierung, sondern ein Bad das möglichst schnell wieder öffnet. Ein Meinungsbild der Versammlung bestätigt genau das. „Was wäre denn Ihre Priorität?“, fragte OB-Kandidat Andreas Zippel in die Runde.

Beim Punkt „Sanierungsmaßnahmen so schnell wie möglich“ gingen fast alle Finger nach oben. Lärmschutz und die Parksituation sollten bei den Planungen mit bedacht werden, so der Wunsch einiger Anwohner. Mit einer Unterschriftenaktion will die SPD dem Bürgerwillen für eine schnelle Sanierung Nachdruck verleihen. „Kinderfreundlich ist eine Stadt eben dann, wenn Einrichtungen wie das Altstadtbad erhalten werden“, so Andreas Zippel in seinem Schlusswort.
red